
Junge Geigerin
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Wolfgang Amadeus Mozart erhielt mit vier Jahren Musikunterricht und Robert Schumann spielte bereits mit sieben Jahren Klavier. Früh übt sich, wer ein Meister werden will. Die Robert Schumann Hochschule Düsseldorf will hochbegabte Talente so früh wie möglich fördern. Deshalb hat sie ein eigenes Ausbildungszentrum gegründet. Es heißt „Schumann junior“ und richtet sich an besonders talentierte Schülerinnen und Schüler im Alter von 10 bis 17 Jahren.
Die Hochschule möchte aus jungen Talenten künstlerische Persönlichkeiten machen. Daher ist die Ausbildung sehr breit angelegt. Die Schülerinnen und Schüler lernen nicht nur das Spielen auf dem eigenen Instrument. Auf dem Stundenplan stehen auch Musiktheorie und Musikgeschichte. Wie klingt eine Terz? Wie unterscheidet sich ein 6/8 von einem 4/4 Takt? Zu welcher Epoche gehörte Wolfgang Amadeus Mozart? Wer ein guter Musiker werden will, muss viel wissen und neugierig sein.
Gemeinsames Musizieren macht besonders viel Spaß. Die Schüler und Schülerinnen von „Schumann junior“ nehmen an den offiziellen Konzerten der Hochschule teil. Sie lernen, im Ensemble zu spielen und vor Publikum aufzutreten: Lampenfieber? Herzklopfen? Mit den Auftritten wächst die Routine. Schließlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.
Wer kann sich bewerben?
Schüler und Schülerinnen, die bereits ein Instrument spielen, eine außergewöhnliche musikalische Begabung haben und eine allgemeinbildende Schule besuchen, können sich bei „Schumann junior“ bewerben.
Bis wann muss ich mich bewerben?
Informationen zu den Bewerbungsfristen und Formulare
Wie bewerbe ich mich?
Neben dem ausgefüllten Bewerbungsformular muss der Bewerber oder die Bewerberin einen tabellarischen Lebenslauf und eine tabellarische Aufstellung über die bisherige musikalische Früherziehung vorlegen. Hinzu kommen eine aktuelle Schulbescheinigung, aus der die voraussichtliche Dauer des Schulbesuches hervorgeht, und eine beglaubigte Kopie des letzten Jahrgangsstufenzeugnisses. Ein Umschlag (Din A 5) mit Rückporto, zwei Passfotos und das Programm für die Eignungsprüfung müssen ebenfalls dabei sein. Bewerber, deren Muttersprache nicht deutsch ist, müssen deutsche Sprachkenntnisse nachweisen.
Wer wird zugelassen?
Wer im Ausbildungszentrum „Schumann junior“ studieren möchte, muss eine Eignungsprüfung in der Robert Schumann Hochschule ablegen. Sie findet einmal jährlich im Sommersemester für das nachfolgende Wintersemester statt.
Was passiert in der Eignungsprüfung?
Die Prüfung dauert etwa 30 Minuten. Sie besteht aus einem Vortrag im künstlerischen Hauptfach (zum Beispiel Klavier, Geige, Gitarre, Gesang, Trompete, Oboe, Klarinette, Horn, Cello oder Harfe) und einem Bewerbungsgespräch. Der Bewerber oder die Bewerberin legt der Prüfungskommission eine Liste mit Werken vor, die er oder sie zuhause vorbereitetet hat. Sie soll anspruchsvolle Literatur enthalten und eine virtuose Etüde und einen langsamen Satz umfassen. Die Kommission wählt aus der Liste die Werke aus, die der Bewerber vortragen soll. Sie bewertet vor allem die künstlerische Gestaltung und das technische Können. Wer die Eignungsprüfung nicht bestanden hat, kann sie noch ein zweites Mal wiederholen.
Wie umfangreich ist der Unterricht?
Der Schüler oder die Schülerin erhält Einzelunterricht in seinem Hauptfach. Er findet nach der Schule statt und umfasst 90 Minuten in der Woche (2 Semester-Wochenstunden). Hinzu kommen Kurse in den Fächern Gehörbildung, Rhythmik und Musiklehre, Ensemblespiel und Improvisation. Außerdem nehmen die Schüler und Schülerinnen regelmäßig an den Konzerten der Hochschule teil.
Wann endet das Studium?
Das Studium im Ausbildungszentrum endet mit dem Schulabschluss, zum Beispiel dem Abitur. Der Schüler oder die Schülerin legt eine Abschlussprüfung ab und erhält ein Zertifikat der Hochschule. Danach schließt sich in der Regel ein ordentliches Studium an der Hochschule an.
