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07.12.2017

Konzert und Meisterkurs mit Jacques Zoon

Jacques Zoon
Der berühmte Flötist Jacques Zoon gibt am Sonntag, den 17. Dezember, ein Konzert im Partika-Saal. Auf dem Programm stehen Werke von Bach, Ibert, Godard und Franck. Zuvor findet ein Meisterkurs statt, der ab Sonntag, 9.30 Uhr, für Zuhörer geöffnet ist.    

Nach dem Gymnasium in Alkmaar studierte Zoon Flöte am Sweelinck Conservatorium in Amsterdam bei Koos Verheul und Harrie Starreveld und schloss mit Auszeichnung ab. Er setzte seine Studien am Banff Center for the Arts in Kanada fort, wo er an Meisterkursen bei Geoffrey Gilbert und András Adorján teilnahm. Als Teenager und während seines Studiums spielte Zoon im niederländischen National Youth Orchestra und dem European Union Youth Orchestra, unter anderem unter der Leitung von Claudio Abbado und Leonard Bernstein.

Musiker des Jahres

Von 1988 bis 1994 war Zoon Soloflötist des Royal Concertgebouw Orchestra unter dem Dirigenten Riccardo Chailly. Mit diesem Orchester spielte er Flöten­konzerte von Mozart, André Jolivet, Frank Martin und Sofia Gubaidulina ein. Bis 1997 war er auch Soloflötist des Chamber Orchestra of Europe unter der Leitung von Claudio Abbado, Bernard Haitink und Nikolaus Harnoncourt. Von 1997 bis 2001 war er erster Flötist des Boston Symphony Orchestra unter Seiji Ozawa. Im Jahr 1998 wählte der Boston Globe ihn als „Musiker des Jahres“.

Zoon hat als Solist mit Orchestern und bei Festivals in Europa, Japan und den Vereinigten Staaten gespielt und zahlreiche Aufnahmen für verschiedene Labels gemacht. Er war Professor für Flöte am Konservatorium Rotterdam (1988-1992), der Indiana University (1994-1997), am New England Conservatory und der Boston University (1997-2001).

Seit 2002 lehrt er am Genfer Konserva­torium und seit 2008 in Madrid an der Königin Sofía Hochschule für Musik und dem Instituto Internacional de Música de Cámara.

Das Zoon-Modell 

Jacques Zoon spielt eine alte hölzerne Flöte mit Kopfstücken, die er selbst produziert. Er entwarf und schuf eine Traversflöte mit Böhm-System, mit der er Bachs Partita in a-Moll für Flöte solo aufnahm. Mit dem Alkmaarer Flötenbauer Alfred Verhoef konstruierte er den „flautus tremendus“, mit dem er die nieder­ländische Erstaufführung von Gubaidulinas Flötenkonzert spielte. Mit der William S. Haynes Flute Company in Boston entwickelte er eine neue hölzerne Flöte (genannt „das Zoon-Modell“).

Im Jahr 1987 gewann Zoon den Preis der Jury der Jean-Pierre Rampal Flute Competition in Paris. Im Jahr 1999 erhielten er und sein langjähriger (seit 1978) Begleiter Bernd Brackman einen Edison Award für die Einspielung moderner klassischer Musik für Flöte und Klavier.



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