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13.04.2018

Im Fegefeuer der Eitelkeiten

La Cenerentola im Partika-Saal, Foto: Susanne Diesner
Michael S. Zerban hat sich die Premiere der Oper "La Cenerentola" am Donnerstag angeschaut. Der Titel seiner Rezension im Kulturmagazin „O-Ton“ lautet „Im Fegefeuer der Eitelkeiten“ und trifft den Kern der Inszenierung: „Die Geschichte, die Hartmannshenn erzählt, ist nicht die lustige Verwechselungskomödie, sondern die der Eitelkeiten, denen nahezu jeder der Beteiligten zum Opfer fällt. Vor allem aber bietet es den Akteuren damit Möglichkeiten, einen feinen Humor zu zeigen, über den man herzlich schmunzeln kann. Die Schenkelklopfer entfallen glücklicherweise komplett.“ Das mache die Inszenierung glaubwürdig und durchgängig überzeugend. Am Ende sei die Geschichte „sauber, köstlich und verständlich“ erzählt, schreibt der renommierte Opernkritiker.

Die Akteure seien außerordentlich gut vorbereitet. Michael Zerban beobachtete weder Premierenfieber noch Patzer: „Ging Valerie Eickhoff im vergangenen Jahr in einer dreigeteilten Rolle bei der Fledermaus etwas unter, gehört die Bühne in diesem Jahr ihr. Sie ist Cenerentola. Und bietet mit 21 Jahren ein Stimmmaterial auf, das ihr Gesangslehrer Konrad Jarnot kurz und zutreffend mit „göttlich“ beschreibt. Da ist noch nicht alles Gold, aber es glänzt unglaublich. Ebenfalls wieder große Freude bereitet Anna Rabe, die als Clorinda mit großer Spielfreude, fantastischer Mimik und noch mal einer gehörigen Steigerung in den gesanglichen Fähigkeiten gefällt. Auch Verena Tönjes als Tisbe mit flammrotem Haar sieht und hört man in ihren erotischen Bemühungen gern zu. Vater Don Magnifico ist von der Physiognomie her erst mal gewöhnungsbedürftig, aber Tomas Kildišius überzeugt schnell in Gesang und Schauspiel. Bryan Lopez Gonzalez, der bereits im Opernstudio der Rheinoper untergekommen ist, bei Jarnot aber noch parallel auf Master studiert, überzeugt vor allem vom Erscheinungsbild her als Don Ramiro. Sein Diener Dandini wird von Michael Daub gegeben und unterstreicht überzeugend das Konzept von Hartmannshenn, dass hier jeder seinen Eitelkeiten anheimfällt."

Das Hochschul-Orchester sei ebenfalls außerordentlich gut vorbereitet. „Die Entspanntheit ist förmlich spürbar“, schreibt Zerban. Thomas Gabrisch als Dirigenten gelinge es, „die extrem schwierige Balance zwischen berauschenden Orchesterklängen und dem Gemeinschaftsgesang der Akteure auf der Bühne in einen hörbaren Rahmen zu fügen.“

Die komplette Kritik im Kulturmagazin O-Ton:  Im Fegefeuer der Eitelkeiten



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