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Jahresbericht 2017

Der gut besetzte Robert-Schumann-Saal biem zweiten Soireekonzert des Jahres 2017 (Foto: Susanne Diesner)

Auch im Jahr 51. Jahr ihres Bestehens hat die Gesellschaft der Freunde und Förderer der Robert Schumann Hochschule wieder zahlreiche Projekte angestoßen und unterstützt, in denen sich die Vielfalt und Exzellenz der Hochschule widerspiegelt. Hiervon konnten sich die Mitglieder sowie Lehrende, Studierende und Gäste der Hochschule auf der Jahresversammlung der Gesellschaft am 7. Dezember selbst überzeugen. Musikalisch gerahmt von Beiträgen der Stipendiatinnen und Stipendiaten, fand die jährliche Mitgliederversammlung im Partika-Saal der Hochschule ein erfreulich großes Publikum.

Finanzen

Der Vorsitzende der Gesellschaft, Dr. Christoph Louven, wies auf den stabilen Mitgliederstand hin, der zum Jahresende 2017 bei knapp 500 Freunden und Förderern sowie neun Unternehmensmitgliedschaften lag. Über die Verwendung des sechsstelligen Fördervolumens im Jahr 2016, das sich aus Mitgliedsbeiträgen in Höhe von rund 45.000 Euro und weiteren Spenden von gut 64.000 Euro zusammensetzte, wurde in enger Abstimmung mit der Musikhochschule entschieden. Von den insgesamt 39 im Jahr 2017 vergebenen DAAD- und Deutschlandstipendien stellte der Förderverein fünf der hälftig aus Bundesmitteln und privater Hand finanzierten Stipendien bereit. In diesem Jahr werden die Harfenistin Lara Macri, die Flötistinnen Liang Lingija und Sepideh Manzari, die Bratschistin Clara Davodeau und Vincent Stange vom Institut für Musik und Medien gefördert.

Projekte

Zu den traditionellen Förderbereichen des Vereins gehört das jährliche Opernprojekt der Hochschule: Die Produktion von Joseph Haydns selten gespieltem Werk Die Welt auf dem Monde wurde von Studierenden der Hochschule in fünf sehr gut besuchten Vorstellungen im April 2017 auf die Bühne gebracht und erfuhr eine Förderung von 10.500 Euro. Mit demselben Betrag wurde auch das Gitarrenfestival unterstützt, das sich längst zu einem Höhepunkt im Konzertleben der Hochschule entwickelt hat. Neben internationalen Top-Solisten – 2017 unter anderem Vicente Amigo und Alvaro Pierri – präsentierten auch die bei Gitarrenwettbewerben stets sehr erfolgreichen RSH-Studierenden ihr Können.

Mit einer Fördersumme von 11.000 Euro ermöglichte der Verein außerdem die Anschaffung eines Archéophone, das der Forschungsstelle für Digitalisierung historischer Tonträger zugutekommt. Bei dem vom französischen Archivar und Ingenieur Henri Chamoux entwickelten und gebauten digitalen Phonographen handelt es sich um das bislang einzige Gerät, das es gestattet, Wachszylinder zu digitalisieren und in höchstmöglicher Qualität für die Nachwelt zu konservieren. Der von Thomas Alva Edison 1878 entwickelte Wachszylinder, die früheste Möglichkeit der Tonaufzeichnung überhaupt, erzeugt bei elektronsicher Reproduktion klangtechnische Probleme, die ein äußerst komplexes Gerät erforderlich machen. Die Hochschule verfügt laut Chamoux über das 32. und das bis dato einzige in Deutschland aufgestellte Gerät. Bis Ende 2017 konnten bereits 90 Zylinder digitalisiert werden. Verschiedene Archive und Sammler haben bereits Interesse signalisiert, ihre Kollektionen am Archivplatz im Musikwissenschaftlichen Institut bearbeiten zu lassen.

Robert-Schumann-Wettbewerb und Orgelprojekt

Zu den ideell geförderten Projekten des Jahres 2017 gehörte die Ausrichtung des ersten Internationalen Robert-Schumann-Wettbewerbs für junge Pianisten, der vom 1. bis zum 5. März 2017 stattfand und sich großer Resonanz erfreute. Es kam zu über 100 Anmeldungen aus 30 Ländern. Ausgeschrieben waren Preise in drei Alterskategorien bis 20 Jahren, zudem fand ein Preisträgerkonzert im Robert-Schumann-Saal statt. Die Finanzierung des Wettbewerbs, der 2019 weitergeführt werden wird, erfolgte über private Sponsoren und Mäzene. Einer der Sieger, der Australier Shuan Hern Lee, hat auch an der zweiten Soiree des Vereins am 22. Oktober im Robert-Schumann-Saal mitgewirkt. Diese war ebenso wie die erste Soiree am 23. April 2017 hervorragend besucht. Ermöglicht wurden die Konzerte, die RSH-Studierende, -Jungstudierende und weitere begabte Nachwuchskünstler vorstellen, durch einen Beitrag der Heinz-Schmöle-Stiftung sowie Spenden einzelner Freunde und Förderer.

In seinem Bericht wies Herr Dr. Louven außerdem darauf hin, dass die für den Orgelneubau der St.-Albertus-Magnus-Kirche in Düsseldorf-Golzheim bestimmten Gelder derzeit abgerufen werden. Die Gesellschaft der Freunde und Förderer hatte hierfür bis 2016 Rücklagen in Höhe von 120.000 Euro gebildet und dem Rektor der Hochschule, Prof. Raimund Wippermann, im Rahmen der Jubiläumssoiree Ende 2016 einen symbolischen Scheck mit der Fördersumme überreicht.

Dem Rechenschaftsbericht des Vorsitzenden folgte der Finanzbericht, in dem sich die Kassenprüfer dafür aussprachen, dem Schatzmeister Dr. Michael Meyer Entlastung auszusprechen. Anschließend wurde auch der Vorstand der Gesellschaft durch seine Mitglieder einstimmig entlastet.

Jahresbericht 2016

Eine Impression von der Jubiläumssoirée im Dezember 2016 (Foto: Susanne Diesner)

Die Gesellschaft der Freunde und Förderer der Robert Schumann Hochschule feierte am 7. Dezember 2016 ihr 50-jähriges Bestehen. Sowohl die jährliche Mitgliederversammlung als auch die festliche Soiree des Fördervereins, der Ende 2016 rund 500 Mitglieder zählte, standen in diesem Jahr im Zeichen des runden Jubiläums.

Finanzen

Auf der Mitgliederversammlung am 30. November 2016 berichtete Dr. Christoph Louven, der zum 1. Januar den Vorsitz des Vereins übernommen hatte, über die zurückliegenden Förder- und Veranstaltungsprojekte. Im Jahr 2016 wurden aus Mitgliedsbeiträgen von 45.000 Euro und weiteren 32.000 an Spendenmitteln 9.000 Euro für die Finanzierung der Deutschlandstipendien der Hochschule bereitgestellt. Auch das Projekt der Opernklasse der Hochschule, „Die Fledermaus“ von Johann Strauss Sohn, wäre ohne die Unterstützung des Vereins kaum möglich gewesen. Wie schon im vergangenen Jahr, hat der Förderverein die Aufführungen im Partika-Saal mit einem Betrag von 10.000 Euro bezuschusst.

Zudem hat der Verein 2016 bedeutende Neuanschaffungen ermöglicht, nämlich einmal den Kauf eines Archeophon, einer modernen Variante des als Ediphon bekannten historischen Aufnahmegeräts. Sein Einsatz soll es den Studierenden im Fach Gesang ermöglichen, ihre Fortschritte in Gesangstechnik und Interpretation festzustellen. Außerdem wurden erneut 10.000 Euro zurückgelegt, um damit den Eigenanteil der Hochschule zum Bau der neuen Orgel der St.-Albertus-Magnus-Kirche in Düsseldorf-Golzheim zu finanzieren. Der zehnprozentige Eigenanteil der Hochschule von 120.000 Euro wurde damit in diesem Jahr erreicht.

Nach erfolgreicher Kassenprüfung des Jahresabschlusses 2015 wurden Schatzmeister Bernd Eversmann sowie der Vorstand des Fördervereins entlastet. Zum kommenden Jahr wird Dr. Michael Meyer, Mitglied des Vorstands der Stadtsparkasse Düsseldorf, die Position des Schatzmeisters von Herrn Eversmann übernehmen, der jedoch für die restliche Amtsperiode Mitglied des Vorstandes der Gesellschaft bleiben wird.

Stipendien und Soireen

An die Mitgliederversammlung schloss sich in diesem Jahr erstmals ein Konzert an, das aus dem Kreis der Deutschlandstipendiatinnen und -stipendiaten der Hochschule bestritten wurde. Neben den Ausfallbürgschaften finanzierte der Förderverein in diesem Jahr selbst fünf der 42 Stipendien.

Der Förderverein ermöglichte seinen Mitgliedern auch im Jahr 2016 wieder zwei Soireekonzerte mit Studierenden und Dozierenden der Hochschule im Robert-Schumann-Saal. Neben der Veranstaltung am 17. April bildete die Jubiläumssoiree mit Konzert und anschließendem Empfang vom 4. Dezember den festlichen Höhepunkt. Prominenter Gast war Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel, der ein Grußwort an die Gäste richtete.

Ausblick 2017

Auch für 2017 plant der Förderverein vielfältige Aktivitäten: Neben den Soireen und der Unterstützung des alle zwei Jahre stattfindenden Gitarrenfestivals wird die Gesellschaft erstmals einen internationalen Wettbewerb für junge Pianisten veranstalten, die „Robert Schumann Competition“. Ausgetragen wird der von Prof. Barbara Szczepanska initiierte und von einigen externen Sponsoren maßgeblich mitgetragene Wettbewerb vom 1. bis 5. März 2017 im Partika-Saal der Hochschule. Publikum ist sowohl hier als auch beim sich anschließenden Preisträgerkonzert im Robert-Schumann-Saal sehr erwünscht. Die „Schumann Competition“ steht jungen Pianisten aller Nationen bis zum Alter von 20 Jahren offen.

Jahresbericht 2015

Christoph Louven

Der Verein der Freunde und Förderer der Hochschule hat auf seiner Mitgliederversammlung den Vorstand neu gewählt. Der neue Vorstand setzt sich nun aus Carola Gräfin von Schmettow, Bernd Eversmann, Dr. Christoph Louven, Friedrich-Wilhelm Hempel, Ulrich Hüppe und Stephan von Dreusche zusammen. Aus seinen Mitgliedern hat der Vorstand den Juristen Dr. Christoph Louven zum neuen Vorsitzenden gewählt. Er löst Friedrich-Wilhelm Hempel ab.

Gut besuchte Soiréen 

Herausragende Ereignisse für die Mitglieder des Fördervereins waren wieder die Soiréen, die am 19. April und am 8. November 2015 im Robert-Schumann-Saal stattfanden. Beide Abende waren hervorragend besucht. Der Verein konnte bereits private Sponsoren für die künftigen Soiréen finden. Die festlichen Konzerte sind für den 17. April und den 4. Dezember 2016 geplant. Die Soirée am 4. Dezember möchte der Förderverein zum Anlass nehmen, seinen 50. Geburtstag zu feiern.

Neue Orgel

Der Förderverein hat die Hochschule auch im Jahr 2015 mit vielfältigen Aktivitäten unterstützt. Das derzeit größte Projekt, die Co-Finanzierung einer neuen Orgel, konnte mit weiteren 40.000 Euro gefördert werden. Der Vorstand ist zuversichtlich im Jahr 2016 das gesetzte Ziel von insgesamt 120.000 Euro erreichen zu können. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Förderung talentierter Studierender durch Stipendien. Der Verein stellt Bürgschaften für die Deutschland-Stipendien, die eine staatliche und private Finanzierung kombinieren, zur Verfügung.

Jahresbericht 2014

Der Vorstand der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Robert Schumann Hochschule unterstützte 2014 vielfältige und wichtige Projekte - von der Oper über die Orgel bis zur mobilen Website. Hier der Bericht des Vorsitzenden Friedrich Wilhelm Hempel:

„2014 konnten mit Hilfe einiger privater Sponsoren wieder zwei Soiréen im Robert-Schumann-Saal mit erfreulich hohen Besucherzahlen durchgeführt werden. Vor den Konzerten war es den Konzertbesuchern dank des freundlichen Entgegenkommens des Vorstandes der Stiftung Museum Kunstpalast möglich, die aktuelle Ausstellung zu besuchen. Auch 2015 ist die Finanzierung zweier Soiréen gesichert, die am 19. April und am 8. November 2015 stattfinden werden.

Kulturstadt Düsseldorf

In seiner Ansprache beim Neujahrsempfang der Robert Schumann Hochschule hat Oberbürgermeister Thomas Geisel auf die Bedeutung der Hochschule für die Kulturstadt Düsseldorf hingewiesen. Nach wie vor ist die Gesellschaft der Freunde und Förderer auf die Unterstützung ihrer Mitglieder angewiesen, um den Förderverein durch Mundpropaganda in Düsseldorf aber auch darüber hinaus bekannt zu machen. Nur so können wir auch zukünftig Projekte an der Hochschule fördern, die diese aus eigenen Mitteln nicht finanzieren kann.

Finanzen

Ein Vereinsvermögen von 120.000 € am Jahresanfang war eine solide Finanzbasis für die Förderaktivitäten im laufenden Jahr. Die Freunde und Förderer haben frühzeitig signalisiert, dass sie die Hochschule bei der Finanzierung der neuen Orgel hinsichtlich des Selbstbehaltes von 10 vH unterstützen wollen. Dazu ist  ein Betrag von 60.000 € aus dem Vereinsvermögen zurückgestellt worden. Aus den laufenden Eingängen dieses Jahres wurde die Rückstellung zum Jahresende auf 80.000 € erhöht. Diese Rückstellung soll aus erwarteten Spenden in den nächsten zwei Jahren auf notwendige 120.000 € aufgestockt werden. Diese großzügige Förderung ist möglich, weil die Gesellschaft seit Jahren mit jeweils 20.000 € von einem privaten Mäzen unterstützt wird. Ein großartiges Bekenntnis zur Arbeit der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf!

Gitarrenfestival

Aktuell wurde der Hochschule ein Betrag von 15.000 € als Garantie für die jährlichen DAAD-Stipendien 2015 zugesagt, ferner eine Ausfallbürgschaft in Höhe von 9.000 € für die anteilige Finanzierung der Deutschlandstipendien für besonders begabte Studierende. Ein weiterer Schwerpunkt der Studierendenförderung ist die anteilige Finanzierung von Meisterkursen in Höhe von 3.000 € sowie anteilig 11.000 € für ein Gitarrenfestival mit Gitarristen von Weltruf  im Herbst 2015, mit dem der wachsenden Bedeutung dieses Instruments Geltung verschafft werden soll.

Mobile Website

Neue Wege will die Hochschule mit einem eigenen YouTube-Kanal und einer mobilen Website für Smartphone gehen. Hierfür wurde ein Betrag von 8.500 € bewilligt. Schließlich ist in 2015 eine Aufführung der Barockoper „Alcina“ von Georg Friedrich Händel geplant, für die 12.000 € eingeplant sind. Das Jahr 2014 schließt mit einem Vereinsvermögen von 133.000 €, von denen 80.000 € als Rücklage für die Orgel gebunden sowie rd. 45.000 € als Verpflichtungen für 2015 zugesagt sind.

Für ihre Unterstützung sagt der Vorstand allen 500 Freunden und Förderern einen besonderen Dank!"

Opernprojekt „Street Scene“

Die Freunde und Förderer haben 2014 das Projekt der Opernklasse der Hochschule unterstützt. Mit „Street Scene“ von Kurt Weill hat die Opernklasse - in Kooperation mit der Deutschen Oper am Rhein - ein Stück ausgewählt, das 1955 in Düsseldorf zum ersten Mal in Deutschland gezeigt wurde.

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