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25. 09. 2018

Vincent Stange über seine Installation Transformation in Sync

IMM Student Vincent Stange im Gespräch mit uns über sein Abschlussprojekt - eine audiovisuelle Installation - im Vertiefungsmodul Visual Music.

[IMM]: Dein Abschlussprojekt im Studienschwerpunkt Visual Music war eine Licht- und Soundinstallation mit dem Titel "Transformation in Sync". Wie bist Du auf diesen Namen gekommen und was war der Auslöser für Deine Idee?

[V.S.]: Auslöser für die Idee war eine ältere Installation von mir, die auch mit der Verbindung und Trennung von Klangräumen spielte. Inspiriert wurde ich damals von einem BMW-Messestand von Carsten Görtz und Marcus Schmickler, den ich vor längerer Zeit gesehen hatte. Sie haben mit dem Gedanken der räumlichen Trennung gearbeitet und die verschiedenen Räume und Ebenen eines Messestandes zwar mit verschiedenen musikalischen Genres, aber gleichzeitig und synchron bespielt. Diesen Effekt und die Idee dahinter hat mich fasziniert. Also wollte ich in meinem Abschlussprojekt mit Musik, Licht und Raum versuchen, dieses Konzept weiterzuführen. Ich wollte die Komposition in ein anderes Medium, in diesem Fall Licht, transformieren und wollte es schaffen, dass die Trennungen langsam für die Betrachter zusammenlaufen und nicht mehr getrennt empfunden werden.

[IMM]: Du hast Dich in Deinem Projekt mit der Trennung und Verbindung von Räumen auseinandergesetzt. Könntest Du uns erzählen was Dich daran fasziniert hat und was Dich besonders begeistert hat auszuprobieren?

[V.S.]: Mich faszinierte das Konzept der räumlichen Trennung und der damit verbundener Wendepunkt, wenn sich alles zusammen fügt und plötzlich Sinn ergibt. 
Ich fand es spannend herauszufinden, wie diese Installation funktioniert und wie man eine Korrespondenz der Medien erreichen könnte. Außerdem wollte ich mit schlichten und minimalen Gestaltungskriterien innerhalb der Visualisierung und der Musik, den Effekt sogar live erreichen. Das Licht hat die Räume umgewandelt und körperlich spürbar gemacht und genau diese Immersivität, war spannend zu suchen und zu erreichen.

[IMM]: Die Installation der Neonröhren war auf zwei Ebenen verteilt und rhythmische Klänge und Melodien haben die Lichter ausgelöst bzw. klanglich untermalt. Wie sah Dein Arbeitsprozess auf klanglicher und visueller Ebene aus? 

[V.S.]: Ich habe zuerst die Musik komponiert und dafür meine Klaviermusik gesampelt und digital verfremdet. Ich habe mit der Abspielgeschwindigkeit experimentiert und mit Pitch-Bearbeitung weitere Effekte hinzugefügt, die ich interessant fand. Die gesamte musikalische Idee erarbeitete ich zusammen mit den KlangKönnern, Patrick Arnold und Philipp Reimann. Der ständige Austausch war hilfreich und machte den Sound zu dem, was er geworden ist. 
Nachdem die Komposition stand, musste ich die Soundelemente in Röhrensignale umsetzten und habe dafür mit Max/MSP gearbeitet und die Leuchtstoffröhren über ein DMX-Interface und einen Dimmer angesteuert. Helligkeit, Intensität und der Rhythmus wurden so bestimmt und gelenkt – passend zur Musik. 

[IMM]: Welche Tools oder Software hast Du für Dein Abschlussprojekt benutzt? 

[V.S.]: Mit Ableton habe ich mein Audiomaterial bearbeitet und habe jede Neonröhre mit einem MIDI-Kanal verbunden. Der Sound wurde zusätzlich an den Raum angepasst, um die Gegebenheiten berücksichtigen zu können. Es war wichtig, die Idee auch auszuprobieren und die Technik war für mich ein wichtiges Mittel.
Außerdem habe ich mit Max/ MSP gearbeitet, da diese Software in Ableton implementiert ist und ich damit das Projekt fertigstellen konnte.

[IMM]: Könntest Du uns sagen, wie Dich dieses Projekt hat als Künstler wachsen lassen und welches Seminar im Schwerpunkt Visual Music Dir besonders dabei geholfen hat?

[V.S.]: Ich fand besonders das Seminar bei Prof. Dr. Heike Sperling und Marcus Schmickler hilfreich und interessant. Die Vorstellungen der Projekte meinerseits, aber auch der anderen Studierenden hat mich immer bereichert. Zu präsentieren und Feedback zu bekommen war eine gute Übung, aber auch Feedback geben zu lernen war wichtig für mich. Die vielen Gespräche mit Prof. Dr. Heike Sperling und die Besuche im Studio bei Marcus Schmickler waren immer spannend und brachten mich weiter. Außerdem hab ich ein Selbstbewusstsein im konzeptionellem Denken entwickeln können und die Wichtigkeit der Kooperation mit anderen Künstlern zu schätzen gelernt. Mein künstlerisches Profil ist nun ein Stück gewachsen und ich denke damit auch ein selbstbewusster Umgang mit eigenen künstlerischen Arbeiten.

Das Interview führte Laura Greco.
Hier geht es zur Dokumentation des Projekts.



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