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21. 05. 2019

Christoph Collenberg über Epistemische Medien

Der Masterstudent sprach mit uns über den klanglichen Anteil von Sprache, Visual Music und Irritation.

[IMM]: Nach deinem Bachelor in Arnheim und nach dem Studiengang Musik und Medien hast Du Dich für den Master Klang und Realität beworben und bist angenommen worden. Was hat Dich am Master des Instituts für Musik und Medien besonders interessiert?

[C.C.]: In meinem Fall hatte ich ein Paket an Ideen als Grundlage für ein Projekt und in diesem Master sah ich die Chance, es über einen längeren Zeitraum in einem beflügelnden Milieu umzusetzen. Ich habe gehofft, dass der Master und die Umgebung inklusive der Studierenden, Lehrenden und der Seminare mir den Input und die Möglichkeit dafür geben. Wie im Studiengang Musik und Medien muss man selber viel erarbeiten und bekommt aber gleichzeitig sehr viel Input. Dabei entsteht manchmal zuerst Irritation und Reibung. Aus vielen Richtungen Irritationen zu erleben, finde ich gut.

[IMM]: Welche Kompetenzen konntest Du aus deinem vorherigen Studium am Institut für Musik und Medien und aus deinem Bachelor in Arnheim bis jetzt im Master einbringen?

[C.C.]: In Arnheim habe ich Jazz-Saxophon studiert und als ich am IMM angekommen bin, dachte ich primär an den Studienschwerpunkt Medienkomposition. Doch witzigerweise kam ich erst am Ende des Studiums zu diesem Schwerpunkt. Stattdessen hat mich zu Beginn der Schwerpunkt Musik und Text sowie der klangliche Anteil von Sprache mehr interessiert. Ein weiterer Schwerpunkt, der mich geprägt hat, war Visual Music. Hier konnte ich ein Projekt mittels gründlicher Recherche und eher akademischer Herangehensweise realisieren. In meinem Masterprojekt möchte ich jetzt Bildkunst beziehungsweise Gestaltung mit Klangkunst verschränken.
 

[IMM]: Du bist nun schon seit knapp einem Jahr im Master Klang und Realität im Schwerpunkt Epistemische Medien. Wie sieht dein Studienalltag aus?

[C.C.]: Im Moment bin ich mit der Konzeption meines künstlerischen Projektes beschäftigt. Dabei versuche ich mittels eines bildhauerischen Ansatzes aus einer Sammlung von Briefen meiner Familie aus der Zeit des zweiten Weltkrieges ein neues Archiv zu machen. 

[IMM]: Hast Du Vorbilder im Bereich Musik, Kunst und Kultur? Wenn ja, könntest Du uns welche nennen und begründen, was Dir genau gefällt?

[C.C.]: Ich finde Lee Konitz und seine Art, Musik zu denken, toll. Aber außer den Menschen, deren Platten und Bücher in meinen Regalen stehen, sind mir oft Personen in meiner unmittelbaren Umgebung Vorbilder - so zum Beispiel auch meine Kommilitonen*innen, die mindestens genauso wichtig für den Verlauf des Studiums wie die Lehrenden sind.

[IMM]: Wenn Du zum Masterstudiengang Klang und Realität am Institut für Musik und Medien ein Tipp geben dürftest, wie würde dieser lauten?

[C.C.]: Ich würde empfehlen, sich gut zu organisieren, was die notwendigen Finanzen für Lebensunterhalt und Umsetzung künstlerischer Vorhaben betrifft.

[IMM]: Vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte Laura Greco.



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