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Faces

Faces ist eine audiovisuelle Rauminstallation auf Basis einer App für Android Smartphones und Tablets. Auf einem lackierten Holzkubus, der an einer Kette im Raum aufgehängt ist erscheinen beim Blick durch das Tablet vier virtuelle Gesichter, die langsam ihre Mimik verändern und dabei verschiedene Klänge von sich geben, die live im Gerät durch Granulierung von Audio-Samples generiert werden.

Die Arbeit untersucht die Wirkung von Mimik und Emotionsausdruck animierter Gesichter auf den Betrachter und die Betrachterin. Die Gesichter können über ein detailliertes Face Morphing eine Vielzahl von menschlichen Emotionen und Ausdrücken annehmen und wirken durch ihre Größe und Körperlosigkeit befremdlich und teilweise bedrohlich. Dadurch nimmt die Arbeit Bezug auf den Uncanny Valley-Effekt, eines Begriffes aus der Ausdruckspsychologie, der vor Allem zur Beurteilung von animierten Charakteren und Robotern verwendet wird. Das Uncanny Valley beschreibt das paradox erscheinende Phänomen, dass animierte Charakter und Roboter bei zunehmender Menschlichkeit vom Betrachter nicht proportional mehr akzeptiert werden. Im Gegenteil gibt es bei steigendem Realitätsgehalt der Mensch-Simulation ein Tal (valley), in dem der Betrachter Unbehagen oder Ekel empfindet. Intuitiv misst der Beobachter eine genügend realistische Mensch-Simulation an menschlichen Maßstäben – wenn eine Simulation diesen menschlichen Maßstäben im Detail jedoch nicht gerecht werden kann, bereitet uns die Unnatürlichkeit im Verhalten der Simulation Unbehagen.

Faces entstand im Wintersemester 2014/15 als Abschlussarbeit von Aaron Jablonski, Student im Bachelor-Studiengang Ton und Bild, im Vertiefungsmodul Visual Music und wurde von Prof. Dr. Heike Sperling und Andreas Kolinski betreut.


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