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26.04.2022

La Bohème - die Oper als Film-Dokument

Am Dienstag, den 26. April, zeigte die Robert Schumann Hochschule die Produktion der Opernklasse als Livestream.

Hier geht es zur Aufzeichnung: La Bohème

„Dieser Puccini kann sich hören und sehen lassen“, schreibt die Kritikerin Heide Oehmen in der aktuellen Ausgabe der Rheinischen Post. Die Hochschule habe eine „beeindruckende Premiere“ geboten, in der die Zuschauer erleben konnten, „mit welchem Einsatz und Aufwand die Studierenden an die Bühnenarbeit, die sie demnächst erwartet, herangeführt werden“.  

Einen großen Anteil am außergewöhnlichen Erfolg der Premiere habe das Orchester. „Es traf den schwelgerischen Ton der glutvollen Musik Puccinis und war den Sängern aller Partien sowie auch dem spielfreudigen Chor in jeder Phase eine zuverlässige Stütze“, bemerkt Oehmen. Bei Jakob Kleinschrot, der den leidenschaftlichen Rodolfo spielt, lobt die Kritikerin den „raumgreifenden, vielfarbigen und höhensicheren Tenor, den er lediglich an einigen Stellen etwas differenzierter hätte einsetzen können.“

Julia Wirth begeistere als „liebreizende Mimi, deren nicht immer ganz ruhig geführter Sopran mit berückenden Mezzo- und Piano-Passagen beglückt“. George Clark (Marcello) überzeuge mit „baritonaler Durchschlagskraft“, und Musetta sei mit Pauline Gropp bestens besetzt: „Sie ist elegant und glänzt mit koloratursicherem Sopran.“ Auch George Gamal Mohareb als Musiker Schaunard und Valentin Ruckebier (Philosoph Colline) überzeugten die Kritikerin rückhaltlos.

Michael S. Zerban würdigt im Kulturmagazin O-Ton die Hochschulaufführung unter dem Titel „Unter die Haut“. Zu Beginn hebt er die Arbeit des Regisseurs hervor. Ansgar Weigner sei jemand, „der gern erst mal die Partitur liest, ehe er der Fantasie freien Lauf lässt“. Weigner brauche keine Skandale, er wolle das Publikum vom Werk begeistern. Das sei ihm in jeder Hinsicht gelungen. 

Begeistert zeigt sich Zerban auch über die jungen Stimmen aus der Hochschule. Julia Wirth überzeuge als frisch Verliebte wie als Sterbende. „Sie ist der Mittel- und Glanzpunkt des Abends, ohne die Leistungen anderer zu schmälern.“ Auf gleichem Niveau fasziniere Pauline Gropp als Musetta. „In den Höhen lässt sie aufhorchen, und ihr Gebet am Bett von Mimì rührt ans Herz“, schreibt ZerbanJakob Kleinschrot habe wiederum Rodolfo geradezu verinnerlicht. „Selten hat man die Partie so glaubwürdig gesehen“, schwärmt Zerban. Auch die übrigen Sängerinnen und Sänger seien beeindruckend gewesen. 

Auch dem Orchester bescheinigt Zerban eine hervorragende Leistung: Thomas Gabrisch dirigiere „filigran, produziert feine Klangfarben, exakte Effekte und lässt die Sänger dabei keinen Sekundenbruchteil allein. Hier hat jemand Puccini genau verstanden.“ 



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