Your browser is not supported, please upgrade to the newest version.

Konzertexamen

Donnerstag,
27. Juni 2024
19.30 Uhr
Partika-Saal

Konzertexamenskonzert mit der Neuen Philharmonie Westfalen

Gunther Schuller (1925 – 2015)                                
Konzert für Flöte und Orchester
 (1988)                            
I. Allegro
II. Lento-misterioso-quasi una fantasia
III. Quasi presto

Eunhyun Chu, Flöte
Neue Philharmonie Westfalen

 

Sergej Prokofjew (1891 – 1953)                             
Violinkonzert Nr. 2  g-Moll op. 63  (1935)            
I. Allegro moderato
II. Andante assai
III. Finale. Allegro ben marcato

Kyoka Matsuyama, Violine
Neue Philharmonie Westfalen

 

Erich Wolfgang Korngold (1897 – 1957)
Violinkonzert D-Dur op. 35 (1945)                               
I. Moderato nobile
II. Romance: Andante
III. Allegro assai vivace

Benjamin Gatuzz, Violine
Neue Philharmonie Westfalen      

Leitung: Prof. Rüdiger Bohn

Das Konzertexamen gilt als der höchste Abschluss an der Robert Schumann Hochschule. Gemeinsam mit der Neuen Philharmonie Westfalen zeigen Studierende hier ausgewählte Solokonzerte für ihr Instrument und absolvieren den höchsten Abschluss mit diesem Konzert.

Der US-amerikanische Komponist Gunther Schuller schrieb 1988 als Auftragswerk eines der wenigen Solokonzerte für Flöte und Piccolo. Das dreisätzige Stück präsentiert die virtuosen Fähigkeiten nicht nur der Flöte, sondern auch des kleineren Piccolos. Halsbrecherische Geschwindigkeiten wechseln mit lyrischen Passagen, es ist die von Jazzflötisten entwickelte Technik der reinen Glissandi, sogenannte Slides, zu hören, genauso wie Anspielungen auf bekannte Flötenpassagen aus der Orchesterliteratur. Schuller war Mitbegründer und Hauptvertreter der Stilrichtung „Third Stream“ in den 1950er Jahren in den USA und setzte sich für die Verbindung von Jazz und auskomponierter Kunstmusik ein.

Den seit 1920 in Frankreich lebende russische Komponist Sergej Prokofjew, zieht es Mitte der 30er Jahre zurück in seine Heimat Russland. Kurz bevor er von Paris nach Moskau zieht, komponiert es das 2. Violinkonzert, welches seine künstlerische wie persönlich Neuorientierung zu dokumentieren scheint. War sein bisheriges Schaffen, so zum Beispiel sein 1. Violinkonzert, von schroffen Klangballungen, scharfen Dissonanzen und bizarren Effekten gekennzeichnet, zeigt sich in diesem Werk ein milderer, durchaus romantisierender Ton und eine Anlehnung an traditionelle Form- und Melodiebildung. Eingerahmt von zwei emotional ambivalenten Außensätzen enthält der zweiten Satz eine von Prokofjews berühmtesten wie ausgedehntesten Melodien.

Korngolds Violinkonzert op. 35 gehört zu den meistgespielten Violinkonzerten der Musikgeschichte. Die Grenzen zwischen Kunstmusik und Filmmusik sind bei dem ursprünglich aus Österreich stammenden und seit 1938 dauerhaft im US-amerikanischen Exil lebenden Komponisten fließend. Er sah sich selbst als Vertreter der modernen Klassik, setze in Hollywood dann neue Maßstäbe für das neue Genre der Filmmusik. Er verbindet in seinem Violinkonzert traditionelle Form mit groß aufschwingenden Themen, die er sich zum großen Teil aus seinen Filmmusik-Werken leiht und schwindelerregenden, technischen Anforderungen, wie Doppelgriffe, Springbogen oder Flageoletts in stratosphärischen Höhen. 



zurück

Robert Schumann Hochschule Düsseldorf Fischerstraße 110, 40476 Düsseldorf

Fon: +49.211.49 18 -0 www.rsh-duesseldorf.de