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17.05.2017

Dieter Falk ist ein Gewinn für Düsseldorf

Prof. Raimund Wippermann, Rektor der Robert Schumann Hochschule
Professor Dieter Falk ist beliebt. Die Studenten loben seine Kompetenz und sein Engagement. Ob der prominente Musikproduzent an der Düsseldorfer Hochschule bleiben kann, steht jedoch in den Sternen. Bislang bezahlte die Stadt Düsseldorf seine Stelle. Damit ist jetzt Schluss. Obwohl die Hochschule angeboten hatte, die Hälfte der Kosten zu übernehmen, hat die Düsseldorfer Ampelkooperation Falks Gastprofessur gestrichen. Bürgermeister Friedrich G. Conzen zeigte sich erschüttert. „SPD, Grüne und FDP schädigen den Hochschulstandort Düsseldorf. An ihnen liegt es, dass die Musikhochschule einen erstklassigen Dozenten verliert.“ Wie die Hochschule darüber denkt, sagt Prof. Raimund Wippermann, Rektor der Robert Schumann Hochschule, im Interview.

Wie haben Sie auf den Beschluss des Kulturausschusses reagiert?

Wippermann: Die Stadt hatte uns 2013 gebeten, eine Gastprofessur für Dieter Falk einzurichten. Diese Initiative ging auf den damaligen Oberbürgermeister Dirk Elbers zurück. Falk sollte die Kontakte zwischen der freien Kulturszene und der Hochschule stärken. Das ist ihm in den letzten vier Jahren auch gelungen. Es ist bedauerlich, dass sich die Stadt nun entschieden hat, diese Gastprofessur einzustellen. Wir hatten im Vorfeld angeboten, die Hälfte der Kosten für die W3-Professur zu übernehmen. SPD-Oberbürgermeister Thomas Geisel stand hinter diesem Konzept. Die Verwaltung hatte dem Ausschuss vorgeschlagen, die Professur vorerst bis zum 30. September 2018 zu verlängern und die Summe haushaltsneutral aus Restmitteln zu finanzieren. Trotzdem hat der Ausschuss abgelehnt.

Aber auch wenn der Ausschuss zugestimmt hätte, wäre die Kuh nicht vom Eis gewesen. Die Professur von Herrn Falk wäre nach wie vor befristet gewesen.

Grundsätzlich strebt die Hochschule eine langfristige Lösung an. Wir möchten eine vertragliche Kooperation zwischen der Landeshauptstadt und der Hochschule mit dem Ziel, eine nebenberufliche Professur für Pop-Musik zu schaffen. Die Kosten, so unser Vorschlag, sollen Stadt und Hochschule zu jeweils 50 Prozent tragen. Diese Stelle müsste dann natürlich unbefristet sein.

Damit müsste die Hochschule die Stelle aber auch öffentlich ausschreiben.

Das ist richtig. Wir müssten eine Berufungskommission einsetzen. Das Verfahren wäre nicht nur öffentlich sondern auch ergebnisoffen. Jeder könnte sich auf die Professur bewerben. Das gilt natürlich auch für Herrn Falk. Auch er müsste sich dem Verfahren stellen.

Sind Sie mit dem Unterricht von Dieter Falk zufrieden?

Dieter Falk ist nicht nur ein Gewinn für die Landeshauptstadt. Wir haben auf Wunsch der Stadt in den Sommermonaten des Jahres 2015 die Arbeit von Prof. Dieter Falk evaluiert. Die Ergebnisse waren gut. Am Institut für Musik und Medien bringt er den Studenten den Berufsalltag näher und hilft, wichtige Kontakte in die Musikszene zu knüpfen. Das Ergebnis der Evaluation haben wir dem Kulturamt natürlich schriftlich mitgeteilt.

Hat die Pop-Professur noch eine Chance?

Das kann nur die Stadt Düsseldorf entscheiden. Die Hochschule allein kann eine Pop-Professur nicht stemmen. Wir haben ein solides Kooperationskonzept vorgelegt und müssen nun abwarten. Ich freue mich auf jeden Fall, wie sehr sich die Düsseldorfer für Falk und unsere Studenten engagieren.



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