Im Rahmen des Seminars „Musik vermitteln?! – Zur Geschichte und Gegenwart eines Praxisfelds“ von Prof. Dr. Tobias Bleek finden zwei hochschulöffentliche Veranstaltungen mit renommierten Gästen statt. Interessierte sind dazu herzlich eingeladen. Um Anmeldung unter muwi.sekretariat(at)rsh-duesseldorf.de wird gebeten. Veranstaltungsort: e_Gebäude, Georg-Glock-Str. 19, Raum e_1.14.
1) Musikvermittlung in der Orchesterlandschaft: 25 Jahre Education & Outreach bei den Berliner Philharmonikern (Di, 30.6., 15:15–16:15 Uhr, e_1.14)
Gast (online): Knut Weber (Berliner Philharmoniker, Cellist und Orchestervorstand 2015–2022)
Als die Berliner Philharmoniker kurz vor der Jahrtausendwende Sir Simon Rattle zu ihrem neuen Chefdirigenten wählten, entschieden sie sich dafür, nicht nur künstlerisch, sondern auch gesellschaftlich neue Wege zu gehen. Denn für den britischen Dirigenten war klar: ein Orchester des 21. Jahrhunderts muss sich öffnen und braucht ein Vermittlungsprogramm. Mittlerweile blicken die Berliner Philharmoniker auf 25 Jahre Aktivitäten im Bereich Education & Outreach zurück. Der Cellist Knut Weber hat diese Entwicklungen seit Beginn aus nächster Nähe verfolgt. Im Gespräch wird er uns darüber aus der Perspektive eines Orchestermusikers und zeitweiligen Orchestervorstands berichten und steht auch für allgemeine Fragen zur Verfügung. Knut Weber wird per Teams aus Berlin zugeschaltet sein.
Klassik im Radio: gestern – heute – morgen? (Di, 14.7., 15-17 Uhr, e_1.14)
Gast: Dr. Meret Forster (Leitung der Redaktion „Musik und Konzert“ BR-KLASSIK und künstlerische Leiterin des ARD-Musikwettbewerb)
Die massive und andauernde Veränderung der Medienlandschaft ist auch nicht spurlos am Klassikangebot des öffentlich-rechtlichen Rundfunks vorbeigegangen. Schon mit dem dualen Rundfunksystem 1984 und in der Konkurrenz mit den an Popularität und Einschaltquoten orientierten privaten Sendern haben sich die Radioprogramme der ARD stark verändert. In den letzten fünfzehn Jahren sind die Medien dann im Zuge der Digitalisierung immer enger zusammengewachsen. So wird Klassik im Radio mittlerweile im Kontext eines crossmedialen Programm- und Nutzungsszenarios geplant. Damit einher geht ein Perspektivwechsel der Programmmacher sowie eine Neustrukturierung und Neubewertung der Ausspielwege.
Meret Forster arbeitet seit den späten 1990er Jahren in verschiedenen Funktionen für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und hat diese Entwicklungen aus nächster Nähe verfolgt. Im Rahmen des Seminars diskutiert sie mit uns die Veränderungen der Medienlandschaft und gibt zugleich konkrete Einblicke in die aktuelle Arbeit einer Redaktion bei BR Klassik, die mittlerweile nicht nur ein 24stündiges Klassikangebot im Radio gestaltet, sondern auch zielgruppenspezifische Formate konzipiert.
