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Jedes Jahr veranstaltet das Institut ein Chorkonzert in der Düsseldorfer Friedenskirche. Es dirigiert Prof. Timo Nuoranne. Foto: S. Diesner

Institut für Kirchenmusik

Das Berufsbild des Kirchenmusikers bzw. Kirchenmusikerin hat sich stark gewandelt. Pädagogische Kompetenzen werden immer wichtiger. Deshalb zielt die vernetzte Modulstruktur des Bachelorstudiengangs Kirchenmusik darauf ab, eine hohe künstlerische Qualifikation mit praxisbezogenen Unterrichtsinhalten zu verbinden.

Das Institut für Kirchenmusik verfügt über eine eigene Fachbibliothek, eine große Anzahl von Unterrichts- und Überäumen mit entsprechenden Instrumenten und ein Studierendenheim. Es steht in engem Kontakt zu den späteren Arbeitgebern der Studierenden, den Fachgremien des Erzbistums Köln, des Bistums Essen sowie der evangelischen Landeskirche im Rheinland.

Welche Ausbildungsgänge gibt es, welche Abschlüsse werden erreicht?
Die Robert Schumann Hochschule bietet durch ihr Institut für Kirchenmusik Bachelor- und Masterstudiengänge an, die in den berufsqualifizierenden Studienrichtungen der evangelischen bzw. katholischen Kirchenmusik mit einem „Bachelor of Music“ (Regelstudiendauer 8 Semester) bzw. mit einem „Master of Music“ (Regelstudiendauer 4 Semester) abgeschlossen werden. Im reichhaltigen Studienangebot der Hochschule gibt es eine ganze Reihe von weiterführenden Studienangeboten für Kirchenmusiker und Kirchenmusikerinnen, u.a. in den Studienrichtungen Orgel (BM/MA/Konzertexamen) sowie Chorleitung (BM/MA).

Wie viele Studenten studieren, wie viele Dozenten unterrichten hier?
Im Wintersemester 2011/12 studierten am Institut für Kirchenmusik 29 junge Musiker und Musikerinnen (16 evang./13 kath.), in den künstlerischen Orgelklassen 7. Der Unterricht in den künstlerischen Kernfächern Orgelliteraturspiel/Liturgisches Orgelspiel wird von 6 Lehrkräften (2 Professuren) erteilt. In den Bereichen Chorleitung/Orchesterleitung/Scholaleitung sind zurzeit 6 Lehrkräfte tätig (3 Professuren).

Die kirchenspezifischen Fächer der Ausbildung werden von Lehrbeauftragten unterrichtet, die in der Regel in der kirchlichen Berufspraxis stehen. Alle weiteren Bereiche des Studiums werden studienrichtungsübergreifend durch die Lehrkräfte der Hochschule unterrichtet, unter anderem durch die Lehrkräfte des Institutes für Komposition und Musiktheorie wie auch des Institutes für Musikwissenschaft.

Was ist das besondere inhaltliche Profil?
In einer inhaltlich eng vernetzten Studienstruktur legt die Hochschule großen Wert darauf, eine an der späteren Berufspraxis orientierte Ausbildung zu gewährleisten, die die einzelnen Fachinhalte aus ihrer Isolation heraushebt und in einen ganzheitlichen Kontext stellt. So gehören beispielsweise die Inhalte der Popularmusik in ganz natürlicher Weise zu den Studieninhalten des Unterrichtes in den Fächern Orgelspiel oder Chorleitung. Dies findet auch in den künstlerischen Projekten des Institutes seinen Niederschlag. Bemerkenswert ist die eigens eingerichtete Stiftungsprofessur für Chorpädagogik durch das Erzbistums Köln zur Unterstützung der Ausbildung am Institut für Kirchenmusik. In den Wahlmöglichkeiten des Studiums gibt es interessante Angebote in Kooperation mit der Abteilung für Musikpädagogik, dem Institut Fuer Musik Und Medien und anderen Bereichen der Hochschule.

Im Masterstudiengang kann in drei Schwerpunktsetzungen studiert werden, die in einer unterschiedlichen inhaltlichen Gewichtung dennoch das gesamte Studienspektrum der Kirchenmusik abbilden: Schwerpunktsetzung instrumental, vokal/Ensemble oder Kirchenmusikvermittlung.

Welche Rolle spielt bei Ihnen die Ökumene?
Am Institut für Kirchenmusik werden die konfessionsverschiedenen Studierenden größtenteils gemeinsam unterrichtet. In einigen wenigen Studieninhalten gibt es konfessionsverschiedene Anforderungen, die dann auch entsprechend getrennt unterrichtet werden. In der Wahrnehmung dieser Unterrichte zeichnet sich aber ein Fluss ab, der die Studierenden durch ein wachsendes Interesse auch in konfessionsverschiedene Lehrveranstaltungen führt. Hierin und in der gemeinsamen Feier des Gottesdienstes wird gelebte Ökumene im Institut spürbar.

Welche Räumlichkeiten stehen zur Verfügung?
Das Institut für Kirchenmusik hat ein eigenes Institutsgebäude mit einem angehängten Studierendenwohnheim in Trägerschaft der evangelischen Landeskirche und einem integrierten Übehaus. Hier stehen dem Lehrbetrieb wie auch dem Selbststudium hervorragende Räumlichkeiten zur Verfügung.

Über welches Instrumentarium verfügt die Hochschule?
Dem Instrumentalunterricht bzw. den Prüfungen im Fach Orgel stehen zurzeit in Kooperation mit den Kirchen folgende Instrumente zur Verfügung: Karl-Schuke-Orgel der Melanchthonkirche am Institutsgebäude (IV/Ped./50 Reg.), Göckel-Orgel in St. Peter (III/Ped./57 Reg.), Rieger-Orgel in St. Margareta (III/Ped./40). Darüber hinaus verfügt die Hochschule über Instrumente der Orgelbaufirmen Albiez (III/Ped), Grenzing (II/Ped), Beckerath (II/Ped), Mayer (2 neue Übeinstrumente III/Ped), zwei historisch bemerkenswerte Instrumente (süddeutsche Barock-Orgel/italienische Renaissance-Orgel) sowie eine ganze Anzahl weiterer kleinerer Instrumente zu diversen Übezwecken. Der Neubau einer großen Konzert- und Unterrichtsorgel durch die Hochschule ist in der Planung. Darüber hinaus steht bei Bedarf das reichhaltige Instrumentarium der Hochschule zur Verfügung. 

Welche Ensembles existieren?
Es gibt den Kammerchor des Institutes für Kirchenmusik, den Oratorienchor der Hochschule mit einem jährlich im WS stattfindendes Oratorienprojekt, ein professionelles Vokalensemble der Hochschule, den Hochschulchor, das Hochschulorchester, das Opernensemble und mehrere Kammermusikensembles. In der Ausbildung bestehen zusätzlich enge Kooperationen mit den Laienchören der Region Düsseldorf (Kinder-, Jugend-, Erwachsenenchöre) sowie mit der Essener und Würzburger Dommusik.   

Robert Schumann Hochschule Düsseldorf Fischerstraße 110, 40476 Düsseldorf
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