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Aktuelles

23.06.2026

Herzliche Einladung zu zwei Workshops!

Im Rahmen des Seminars „Musik vermitteln?! – Zur Geschichte und Gegenwart eines Praxisfelds“ von Prof. Dr. Tobias Bleek finden zwei hochschulöffentliche Veranstaltungen mit renommierten Gästen statt. Interessierte sind dazu herzlich eingeladen. Um Anmeldung unter muwi.sekretariat(at)rsh-duesseldorf.de wird gebeten. Veranstaltungsort: e_Gebäude, Georg-Glock-Str. 19, Raum e_1.14.

1) Musikvermittlung in der Orchesterlandschaft: 25 Jahre Education & Outreach bei den Berliner Philharmonikern (Di, 30.6., 15:15–16:15 Uhr, e_1.14)
Gast (online): Knut Weber (Berliner Philharmoniker, Cellist und Orchestervorstand 2015–2022)

Als die Berliner Philharmoniker kurz vor der Jahrtausendwende Sir Simon Rattle zu ihrem neuen Chefdirigenten wählten, entschieden sie sich dafür, nicht nur künstlerisch, sondern auch gesellschaftlich neue Wege zu gehen. Denn für den britischen Dirigenten war klar: ein Orchester des 21. Jahrhunderts muss sich öffnen und braucht ein Vermittlungsprogramm. Mittlerweile blicken die Berliner Philharmoniker auf 25 Jahre Aktivitäten im Bereich Education & Outreach zurück. Der Cellist Knut Weber hat diese Entwicklungen seit Beginn aus nächster Nähe verfolgt. Im Gespräch wird er uns darüber aus der Perspektive eines Orchestermusikers und zeitweiligen Orchestervorstands berichten und steht auch für allgemeine Fragen zur Verfügung. Knut Weber wird per Teams aus Berlin zugeschaltet sein.


Klassik im Radio: gestern – heute – morgen? (Di, 14.7., 15-17 Uhr, e_1.14)
Gast: Dr. Meret Forster (Leitung der Redaktion „Musik und Konzert“ BR-KLASSIK und künstlerische Leiterin des ARD-Musikwettbewerb)

Die massive und andauernde Veränderung der Medienlandschaft ist auch nicht spurlos am Klassikangebot des öffentlich-rechtlichen Rundfunks vorbeigegangen. Schon mit dem dualen Rundfunksystem 1984 und in der Konkurrenz mit den an Popularität und Einschaltquoten orientierten privaten Sendern haben sich die Radioprogramme der ARD stark verändert. In den letzten fünfzehn Jahren sind die Medien dann im Zuge der Digitalisierung immer enger zusammengewachsen. So wird Klassik im Radio mittlerweile im Kontext eines crossmedialen Programm- und Nutzungsszenarios geplant. Damit einher geht ein Perspektivwechsel der Programmmacher sowie eine Neustrukturierung und Neubewertung der Ausspielwege. 
Meret Forster arbeitet seit den späten 1990er Jahren in verschiedenen Funktionen für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und hat diese Entwicklungen aus nächster Nähe verfolgt. Im Rahmen des Seminars diskutiert sie mit uns die Veränderungen der Medienlandschaft und gibt zugleich konkrete Einblicke in die aktuelle Arbeit einer Redaktion bei BR Klassik, die mittlerweile nicht nur ein 24stündiges Klassikangebot im Radio gestaltet, sondern auch zielgruppenspezifische Formate konzipiert.

 

13.04.2026

Hungarian Roots – Eine Lecture Concert-Reihe des Musikwissenschaftlichen Instituts

Vor wenigen Wochen feierte György Kurtág in Budapest seinen 100. Geburtstag. Das bewegte Leben und die assoziationsgeladene Musik des ungarischen Komponisten haben das Musikwissenschaftliche Institut dazu inspiriert, im Sommersemester 2026 den Blick auf einen Kulturraum zu richten, in dem es nach wie vor viel zu entdecken gibt. 

Die Reihe „Hungarian Roots“ widmet sich in vier Lecture Concerts Béla Bartók, Irma von Halácsy, György Kurtág und Dora Pejaćevič. Vorgestellt und aufgeführt werden dabei bekannte und unbekannte Kompositionen, in Ungarn entstandene Musik und Werke mit „ungarischen Wurzeln“. Zu den Mitwirkenden zählen neben Lehrenden und Studierenden der Robert Schumann Hochschule auch renommierte Gäste.

Das Musikwissenschaftliche Institut lädt die Hochschule und die musikinteressierte Öffentlichkeit zu dieser Reihe herzlich ein. Ziel des besonderen Veranstaltungsformates ist es, Reflexion und ästhetische Erfahrung unmittelbar miteinander zu verbinden und den Dialog zwischen Wissenschaft und künstlerischer Praxis zu fördern. Der Semesterschwerpunkt „Hungarian Roots“ wird darüber hinaus auch in einigen Lehrveranstaltungen des Instituts aufgegriffen.

 

Die Veranstaltungen

Lecture Concert I: Dienstag, 5.5., 19.30 Uhr, Kammermusiksaal

Prof. Dr. Ulrich Mosch (Genf): Just playing?! – Was heißt es, die Musik von György Kurtág und Béla Bartók zu interpretieren?

Alexandra Fritzsch (Violine) und Alexander Kronbichler (Oboe) spielen Béla Bartóks Violinkonzert Nr. 1 sowie Solowerke für Oboe und Englischhorn von György Kurtág

Das erste Lecture Concert führt in die Musik von György Kurtág und Béla Bartók ein und diskutiert anhand ihrer Kompositionen Grundfragen der musikalischen Interpretation. Mehr dazu erfahren Sie hier: Veranstaltungen -  Robert Schumann Hochschule Düsseldorf

Lecture Concert II: Dienstag, 19.5., 19.30 Uhr, Kammermusiksaal

Dr. Wendelin Bitzan (Düsseldorf/Berlin): Budapest, Zagreb, Dresden: Dora Pejačević und ihr Klaviertrio C-Dur op. 29

Prof. Andrej Bielow (Violine), Klaudio Zoto (Violincello) und James Maddox (Klavier) spielen Dora Pejačevićs Klaviertrio C-Dur op. 29

Dora Pejačević gehört zu den faszinierendsten Komponistinnen des frühen 20. Jahrhunderts. Ihr Klaviertrio op. 29 ermöglich, die Klang- und Ausdruckswelt der in Budapest geborenen Musikerin aus verschiedenen Perspektiven kennenzulernen.

Lecture Concert III: Dienstag, 7.7., 19.30 Uhr, Kammermusiksaal

Prof. Dr. Tobias Bleek (Düsseldorf): Komponieren im Dialog mit der Musikgeschichte – Eine Hommage an György Kurtág und sein Streichquartett „Officium breve“ op. 28

Das Absalon String Quartet spielt Kurtágs Officium breve in memoraim Andreӕ Szervánszky sowie Auszüge aus dem V. Streichquartett von Béla Bartók

Im Zentrum des dritten Lecture Concerts steht György Kurtágs Streichquartett Officium breve op. 28 – ein ideales Werk, um den reichen musikalischen Kosmos des ungarischen Komponisten kennenzulernen und zugleich auch in die spannungsreiche ungarische (Musik)Geschichte des 20. Jahrhunderts einzutauchen.

Lecture Concert IV: Dienstag, 14.7., 19.30 Uhr, Kammermusiksaal

Kyra Steckeweh (Leipzig): „Von Traumglück und verweinter Lust“. Das Liedschaffen der Komponistinnen Dora Pejačević und Irma von Halácsy

Tilde Ahlbeck Glader (Mezzosopran) und Gustas Raudonius (Klavier) sowie Katharina Kohoff (Sopran) und Hakyeong Song (Klavier) präsentieren Lieder von Dora Pejaćevič und Irma von Halácsy

Im letzten Lecture Concert stellt die Pianistin Kyra Steckeweh das außergewöhnliche Liedschaffen der Komponistinnen Dora Pejaćevič (1885 – 1923) und Irma von Halácsy (1880 – 1953) vor. Als musikalisches Rahmenprogramm erklingt außerdem Pejaćevičs Violinsonate D-Dur op. 26, gespielt von Anna Haas (Violine) und Giuseppe D’Elia (Klavier).

21.01.2026

Vortrag über Holocaust-Gedenken

Alexander Estis

Der deutsch-russisch-jüdische Schriftsteller Alexander Estis hält einen Vortrag über “Herausforderungen an ein Holocaust-Gedenken für Literatur und Künste in der Gegenwart” im Musikwissenschaftlichen Institut.

Zum Abschluss des Seminars “Komponieren nach Auschwitz: Erinnern, Gedenken, Verarbeiten” von Dr. Simon Kannenberg hält der deutsch-russisch-jüdische Schriftsteller Alexander Estis einen Vortrag über “Herausforderungen an ein Holocaust-Gedenken für Literatur und Künste in der Gegenwart”. Der in der Schweiz lebende Schriftsteller Estis arbeitet vor allem in literarischen Kleinformen; neben prosaischen, lyrischen und szenischen Minitaturen verfasst er auch Kolumnen und Essays für Zeitungen. Besonderes Kennzeichen seiner Arbeit ist die Verschmelzung von Satire und Ernst, von Essayistik und Belletristik, von prosaischer und metrischer Form sowie von Wort und Bild. 

2025 war Alexander Estis Stadtschreiber von Dresden. In dieser Funktion hielt er eine bundesweit beachtete Rede zum Gedenktag des 9. Novembers an der Stelle, wo bis 1938 die Dresdner Synagoge stand.

Termin: Donnerstag, 12.02.2025, 15 Uhr c.t., Raum: e_1.17/18 im Musikwissenschaftlichen Institut

Die Veranstaltung ist hochschulöffentlich.

Robert Schumann Hochschule Düsseldorf Fischerstraße 110, 40476 Düsseldorf
Fon: +49.211.49 18 -0 www.rsh-duesseldorf.de