Vor wenigen Wochen feierte György Kurtág in Budapest seinen 100. Geburtstag. Das bewegte Leben und die assoziationsgeladene Musik des ungarischen Komponisten haben das Musikwissenschaftliche Institut dazu inspiriert, im Sommersemester 2026 den Blick auf einen Kulturraum zu richten, in dem es nach wie vor viel zu entdecken gibt.
Die Reihe „Hungarian Roots“ widmet sich in vier Lecture Concerts Béla Bartók, Irma von Halácsy, György Kurtág und Dora Pejaćevič. Vorgestellt und aufgeführt werden dabei bekannte und unbekannte Kompositionen, in Ungarn entstandene Musik und Werke mit „ungarischen Wurzeln“. Zu den Mitwirkenden zählen neben Lehrenden und Studierenden der Robert Schumann Hochschule auch renommierte Gäste.
Das Musikwissenschaftliche Institut lädt die Hochschule und die musikinteressierte Öffentlichkeit zu dieser Reihe herzlich ein. Ziel des besonderen Veranstaltungsformates ist es, Reflexion und ästhetische Erfahrung unmittelbar miteinander zu verbinden und den Dialog zwischen Wissenschaft und künstlerischer Praxis zu fördern. Der Semesterschwerpunkt „Hungarian Roots“ wird darüber hinaus auch in einigen Lehrveranstaltungen des Instituts aufgegriffen.
Die Veranstaltungen
Lecture Concert I: Dienstag, 5.5., 19.30 Uhr, Kammermusiksaal
Prof. Dr. Ulrich Mosch (Genf): Just playing?! – Was heißt es, die Musik von György Kurtág und Béla Bartók zu interpretieren?
Alexandra Fritzsch (Violine) und Alexander Kronbichler (Oboe) spielen Béla Bartóks Violinkonzert Nr. 1 sowie Solowerke für Oboe und Englischhorn von György Kurtág
Das erste Lecture Concert führt in die Musik von György Kurtág und Béla Bartók ein und diskutiert anhand ihrer Kompositionen Grundfragen der musikalischen Interpretation. Mehr dazu erfahren Sie hier: Veranstaltungen - Robert Schumann Hochschule Düsseldorf
Lecture Concert II: Dienstag, 19.5., 19.30 Uhr, Kammermusiksaal
Dr. Wendelin Bitzan (Düsseldorf/Berlin): Budapest, Zagreb, Dresden: Dora Pejačević und ihr Klaviertrio C-Dur op. 29
Studierende spielen Dora Pejačevićs Klaviertrio C-Dur op. 29
Dora Pejačević gehört zu den faszinierendsten Komponistinnen des frühen 20. Jahrhunderts. Ihr Klaviertrio op. 29 ermöglich, die Klang- und Ausdruckswelt der in Budapest geborenen Musikerin aus verschiedenen Perspektiven kennenzulernen.
Lecture Concert III: Dienstag, 7.7., 19.30 Uhr, Kammermusiksaal
Prof. Dr. Tobias Bleek (Düsseldorf): Komponieren im Dialog mit der Musikgeschichte – Eine Hommage an György Kurtág und sein Streichquartett „Officium breve“ op. 28
Das Absalon String Quartet spielt Kurtágs Officium breve in memoraim Andreӕ Szervánszky sowie Auszüge aus dem V. Streichquartett von Béla Bartók
Im Zentrum des dritten Lecture Concerts steht György Kurtágs Streichquartett Officium breve op. 28 – ein ideales Werk, um den reichen musikalischen Kosmos des ungarischen Komponisten kennenzulernen und zugleich auch in die spannungsreiche ungarische (Musik)Geschichte des 20. Jahrhunderts einzutauchen.
Lecture Concert IV: Dienstag, 14.7., 19.30 Uhr, Kammermusiksaal
Kyra Steckeweh (Dresden): „Von Traumglück und verweinter Lust“. Das Liedschaffen der Komponistinnen Dora Pejačević und Irma von Halácsy
Studierende präsentieren Lieder von Dora Pejaćevič und Irma von Halácsy
Im letzten Lecture Concert stellt die Pianistin Kyra Steckeweh das außergewöhnliche Liedschaffen der Komponistinnen Dora Pejaćevič (1885–1923) und Irma von Halácsy (1880–1953) vor.

