Rektorat
Laut Grundordnung vom 07.04.2026 leitet das Rektorat als Kollegialorgan die Robert Schumann Hochschule. Es ist auch für die Entwicklungsplanung der Hochschule zuständig. Dem Rektorat gehören außer dem Rektor als Vorsitzenden und der Kanzlerin zwei Prorektorinnen oder Prorektoren an. Sie werden vom Senat auf Vorschlag des Rektors gewählt.
Rektor
Prof. Thomas Leander
Der Rektor ist für die künstlerischen und geistigen Belange der Hochschule verantwortlich und vertritt diese sowohl nach innen als auch nach außen. In Rechts- und Verwaltungsangelegenheiten wird er von der Kanzlerin oder dem Kanzler vertreten.
Im April 2023 übernahm Prof. Thomas Leander das Amt des Rektors der Hochschule.
Thomas Leander, 1960 als Sohn eines Opernsängers geboren, erhielt seine Ausbildung an den Hochschulen in Düsseldorf, Wien und London, wo er sein Konzertexamen mit Auszeichnung ablegte. Als Solist konzertierte er unter anderem in San Francisco, Washington, New York, London und Warschau. Er trat in renommierten Konzertsälen wie der Mailänder Scala, dem Großen Festspielhaus Salzburg, dem Cuvilliéstheater in München sowie im Großen Saal des Tschaikowsky-Konservatoriums in Moskau auf und war Gast bedeutender Musikfestivals in Verbier, Salzburg und Moskau. Darüber hinaus war Thomas Leander als Liedbegleiter für namhafte Sängerpersönlichkeiten wie Hermann Prey, Karl Ridderbusch, Robert Gambill und Mario Hoff tätig.
Seit 1995 ist Thomas Leander Professor für Klavier und Kammermusik an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf. Dort bekleidete er ab 2010 das Amt des Prorektors. Als Initiator des Projekts „Entartete Musik – Willkommen in Deutschland“, das in Kooperation mit der Band Die Toten Hosen realisiert wurde, erhielt er gemeinsam mit den Musikern der Band im Oktober 2014 die Josef-Neuberger-Medaille der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf.
Kanzlerin
Dr. Cathrin Müller-Brosch
Die Kanzlerin ist Mitglied des Rektorats und leitet die Hochschulverwaltung. Sie ist Beauftragte für den Haushalt sowie Dienstvorgesetzte der weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Als Dienstleistungsbetrieb mit behördlichen Funktionen gewährleistet die Hochschulverwaltung die Erfüllung der Aufgaben der gesamten Hochschule, ihrer Fachbereiche, Einrichtungen, Organe und Gremien in den Bereichen Planung, Verwaltung und Rechtsangelegenheiten auf der Grundlage des Kunsthochschulgesetzes sowie weiterer einschlägiger Bestimmungen.
Seit Juli 2008 ist Dr. Cathrin Müller-Brosch Kanzlerin der Hochschule. Die gebürtige Pforzheimerin studierte Rechtswissenschaften an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und absolvierte ihr Referendariat im Bezirk des Oberlandesgerichts Düsseldorf. Im Frühjahr 2003 begann sie ihre Tätigkeit als Justitiarin beim ARAG-Konzern, wo sie zuletzt in der zweiten Führungsebene als Leiterin des Personalbereichs tätig war.
Die Prorektoren
Prorektorin für Forschung, Transfer und Chancengleichheit
Prof. Dr. Gundela Bobeth
Prof. Dr. Gundela Bobeth ist seit Ende Januar 2026 Prorektorin für Forschung, Transfer und Chancengleichheit.
Sie studierte als Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes Musikwissenschaft, Mittlere und Neuere Geschichte sowie Lateinische Philologie in Hamburg und Basel und wurde an der Universität Basel mit einer in der Reihe Monumenta Monodica Medii Aevi beim Bärenreiter-Verlag erschienenen Arbeit über mittelalterliche Melodien zu antiken Texten promoviert. Nach Tätigkeiten als Universitätsassistentin am Basler Musikwissenschaftlichen Institut sowie am Institut für Musikwissenschaft der Universität Wien führte sie ein vom Schweizerischen Nationalfonds (Ambizione-Programm) gefördertes Forschungsprojekt zur Wiener Liedkultur um 1800 an der Universität Zürich durch.
In ihrer Lehr- und Forschungstätigkeit widmet sich Dr. Gundela Bobeth insbesondere der Musik- und Kulturgeschichte des Mittelalters, der Renaissance sowie des 18. und 19. Jahrhunderts. Schwerpunkte betreffen dabei das Verhältnis von Musik und Sprache, das Schaffen von Komponistinnen (aktuelles Forschungsprojekt zu den Sinfonien der Komponistin Emilie Mayer), Aspekte der Genderforschung, neue Ansätze zu einer zeitgemäßen Musikhistoriographie, Fragen der musikalischen Analyse und Ästhetik sowie Brückenschläge zwischen Musikwissenschaft und musikalischer Praxis.
Prof. Dr. Gundela Bobeth ist seit 1. Juli 2023 auch Geschäftsführende Direktorin des Musikwissenschaftlichen Instituts.
Prorektor für Studium, Lehre und Digitalität
Prof. Andreas Grimm
Seit dem Sommersemester 2023 war Prof. Andreas Grimm Prorektor für Studium, Lehre und Forschung. Seit Ende Januar 2026 bekleidet er nun das Amt des Prorektors für Studium, Lehre und Digitalität.
Andreas Grimm ist seit den frühen 1990er-Jahren als Komponist und Produzent für Film- und Fernsehproduktionen tätig. Neben klassischer Filmmusik für Langfilme wie Zwei Weihnachtsmänner und Ritter Rost entwickelt er auch Scores für Serien- und Titelmusiken, unter anderem für Pastewka und Die Wochenshow. Seine Filmmusik zur Edgar-Wallace-Parodie Der Wixxer wurde mit dem Preis der Deutschen Filmkritik ausgezeichnet.
Darüber hinaus ist Andreas Grimm als Live-Musiker aktiv. Er war musikalischer Leiter und Keyboarder sowohl der Concert Band der Grand-Prix-Gewinnerin Lena Meyer-Landrut als auch der Max-Mutzke-Band. Zudem ist er Vorstandsmitglied des Berufsverbands Mediamusic e. V. sowie Mitglied im Composers Club und in der Deutschen Filmkomponistenunion (DEFKOM).
Seit 2008 ist Andreas Grimm Professor für Medienkomposition am Institut für Musik und Medien der Robert Schumann Hochschule. Von 2009 bis 2018 leitete er das Institut als Geschäftsführender Direktor.
Prorektor für künstlerische Angelegenheiten
Prof. Andreas Krecher
Seit Ende Januar 2026 ist Prof. Andreas Krecher Prorektor für künstlerische Angelegenheiten. Zuvor verantwortete er den Bereich Künstlerische Praxis und Förderungswesen.
Krecher erhielt seinen ersten Geigenunterricht im Alter von 6 Jahren und war mehrfach Preisträger von Jugend musiziert. Nach Studien bei Herman Krebbers in Düsseldorf und Rainer Kussmaul in Freiburg ging er für ein Jahr zu Franco Gulli nach Bloomington/USA. Zudem war Andreas Krecher Preisträger beim internationalen Paganini-Wettbewerb in Genua/Italien. Er war Konzertmeister beim Robert-Schumann-Kammerorchester, bei den Deutschen Bachsolisten, dem Freiburger Bachorchester und dem Kölner Kammerorchester. 1990 bis 1997 war er Konzertmeister renommierter deutscher Kulturorchester. Seit 1997 ist Andreas Krecher Professor für Violine und Kammermusik an der Robert Schumann Hochschule. Er wirkte über 20 Jahre sowohl Primarius des Consortium Classicum als auch des Mannheimer Streichquartetts und konzertiert als Solist und als Kammermusiker in Europa, Japan und den USA u.a. bei den Ludwigsburger Festspielen, den Berliner Festwochen und dem Schleswig-Holstein-Festival. Regelmäßig gastiert er zudem in Süd-Korea, wo er neben Konzerten auch zahlreiche Meisterkurse gibt. Jeden Sommer unterrichtet er in Quintanilla de Onesimo in Spanien.
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