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Klang und Realität (Master)

Der Masterstudiengang Klang und Realität des Instituts für Musik und Medien verschränkt ästhetische, technische und theoretische Ansätze. Er greift dabei auf die einzigartige Konstellation zurück, die das Institut auszeichnet: Performative, kompositorische und algorithmische Kunstformen sind hier seit vielen Jahren als vielfältige Facetten der Zeitkunst etabliert.

Im Studium entwickeln die Studierenden eigenständig ihre Position und lernen, diese Haltung in verschiedenen künstlerischen, medialen, wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und kulturellen Kontexten zu reflektieren und anschlussfähig zu machen und die Entwicklungen im 21. Jahrhundert zu entwerfen, mitzugestalten, voranzutreiben und diese sogar vorwegzunehmen. Weitere Informationen finden sich im Modulplan Klang und Realität.

Musikalität ist nicht an Musikinstrumente gebunden – sie schließt viele Aspekte der künstlerischen und forschenden Arbeit ein. Nicht zuletzt deshalb steht der Studiengang grundsätzlich Absolventinnen und Absolventen aus allen Disziplinen offen. Er richtet sich daher besonders an diejenigen, deren Ambitionen sich an der Vielfalt medialer Formen, Denkweisen und Themen orientiert. Die Musikhochschule ist hervorragend dazu geeignet, Interessen und Fähigkeiten aus unterschiedlichen Bereichen in Austausch zu bringen. Hierbei stehen die Projekte der Studierenden im Mittelpunkt. Sie lernen im Studienverlauf, ihr selbstgewähltes Projekt vor dem Horizont kritischer und differenzierter Aufmerksamkeit neu zu konzipieren und in Zusammenarbeit mit anderen Studierenden auf hohem Niveau zu verwirklichen. Dabei ordnen sie ihr Projekt einem der beiden Schwerpunkte – Epistemische Medien oder Transmediale Formen – zu, die beide unter dem Dach einer Musikhochschule völlig neue Perspektiven eröffnen.


Schwerpunkt: Epistemische Medien

Der Schwerpunkt Epistemische Medien widmet sich der freien Forschung und entwickelt neue künstlerische oder wissenschaftliche Ansätze. Mögliche Ausrichtungen von Forschungsprojekten sind z.B.:

  • Experimentelle künstlerische Arbeitsweisen oder die Entwicklung von Methoden;
  • Austausch mit anderen Disziplinen und Arbeit am Übergang zwischen Künsten und Wissenschaften;
  • Kunst mit dem Ziel des Erkenntnisgewinns.

Neben klassischen Formen wie Text sind auch Komposition, Film, Installation und Performance wichtige Medien des Erkenntnisgewinns. Projekte können auch neue Praktiken, Formate oder Kollektive zum Ziel haben. So arbeiten Studierende und Lehrende z.B. an einer akustisch ausgerichteten Feldforschung, an Ton und Bild im Dokumentarfilm, am künstlerischen Denken mit mathematischen Methoden,  wissenschaftlichem und künstlerischem Gemeingut, an algorithmischer Musik und einer Semiotik des Hörens, an der Vertiefung künstlerischer Forschung.


Schwerpunkt: Transmediale Formen

Der Schwerpunkt Transmediale Formen versteht sich als eine Erweiterung zeitgenössischer kompositorischer Environments, die eine aktive Übersetzung und Einbindung medialer, musikalischer und künstlerischer Prozesse anstrebt. Die Projektarbeiten weisen eine hohe Diversität an Arbeitsgebieten, Anschlussmöglichkeiten, Vernetzungen und Kollaborationen auf. Anwendungs- und Lehrgebiete sind u.a.:

  • Performative Elemente der Ton- und Bildgestaltung, z.B. Video, VR/AR, Gaming, Installation, Arbeiten im öffentlichen Raum, Turntableism;
  • Komposition, Improvisation und Experiment in unterschiedlichen (elektronischen/elektro-akustischen) Aufführungspraxen;
  • Narration, Storytelling und Dramaturgie, z.B. Text, Fanzine, Radio, Podcast, Sounddesign, Performance.

Transmedialität bedeutet hierbei insbesondere auch die Möglichkeit, sich durch Interaktion und Immersion in einen Dialog über Gesellschaft, Raum und Zeit zu begeben, d.h. auch die programmierten Grenzen auszuloten und Verkettungen von Wissensformationen im Bereich der Musik und Kunst zu hinterfragen, um neue Wege aufzuzeigen, die im prozesshaften Austausch und der Überschreitung tradierter Ideen bestehen.


Studienverlauf

Die beiden Schwerpunkte sind nicht zuletzt über zahlreiche, größtenteils frei wählbare Lehrveranstaltungen verbunden, die den interdisziplinären Austausch fördern. Sie vermitteln den nötigen theoretischen, ästhetischen und technischen Hintergrund, der sowohl für eine künstlerische als auch eine forschende Praxis auf hohem Niveau unabdingbar ist.

Das Projektvorhaben, ein ausführliches Exposé, dient einerseits als Bestandteil der Eignungsprüfung (siehe Anforderungen Klang und Realität), indem es Interessen, Motivation und Kompetenzen spiegelt. Andererseits dient es als Grundlage für die experimentelle Projektentwicklung im ersten Studienjahr. In dieser offenen Findungsphase wird zunächst ein schlüssiger Projektentwurf entwickelt. Das zweite Studienjahr ist der Umsetzung dieses Entwurfs gewidmet. Am gesamten Prozess, der durch ein regelmäßiges Kolloquium begleitet wird, arbeiten Studierende gemeinsam.

Deutschkenntnisse

Ausländische Bewerberinnen und Bewerber müssen über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen. Nachgewiesen werden muss das Zertifikat B2 (nach Goethe-Institut) oder ein vergleichbarer Abschluss. Dies gilt auch für die Einschreibung in ein höheres Semester.

Studienbeginn und Bewerbungsfristen

Für den Masterstudiengang Klang und Realität gibt es Eignungsprüfungen ausschließlich zum Sommersemester. Der Bewerbungsschluss zum Sommersemester ist der 31. Oktober.


Bewerben

Die Bewerbung für ein Studium an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf ist nur online möglich. Weitere Informationen sowie die Zugänge zum online-Bewerbungsportal finden sich hier.

Allgemeine Fragen zum Studium beantworten die Fachtutor*innen.

Robert Schumann Hochschule Düsseldorf Fischerstraße 110, 40476 Düsseldorf
Fon: +49.211.49 18 -0 Fax: +49.211.49 11 6 18 www.rsh-duesseldorf.de