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01.12.2020

Abschied von Marek Korczak

Die Hochschule trauert um Marek Korczak. Der Klaviertechniker starb am Samstag im Alter von 66 Jahren im Kreis seiner Familie.  

Als Klavierstimmer der Robert Schumann Hochschule bezeichnete sich der ausgebildete Instrumentenbauer nie. Der Begriff gefiel ihm nicht, gab er doch nicht seine Haltung gegenüber dem Instrument und seinem Gebrauch im künstlerischen Betrieb wieder. Lieber bezeichnete er sich als Konzerttechniker – zu Recht. Denn Marek Korczak beherrschte sein Handwerk nahezu perfekt. Und er liebte seinen Beruf. Er kannte die Mechanik und den Aufbau eines Flügels in jedem Detail und verstand es, mit Stimmhammer und Intoniernadel den optimalen Klang aus einem Instrument herauszuholen. Bei Pianistinnen und Pianisten genoss er größten Respekt. Und das über die Grenzen der Hochschule hinaus. Marek Korczak stimmte nicht nur die Flügel im Partika-Saal, sondern ebenso auf vielen Bühnen und Konzerthäusern im Ruhrgebiet. Bis zuletzt begleitete er das Klavierfestival Ruhr.

Vor mehr als 20 Jahren kam Marek Korczak an die Robert Schumann Hochschule. Zuvor hatte er beim Klavierbauer und Konzertveranstalter Thürmer in Bochum gearbeitet. Vor genau einem Jahr trat er in den Ruhestand, bereits von schwerer Krankheit gezeichnet, aber nie den Mut verlierend. Die Arbeit an der Hochschule, so berichtet seine Tochter Alexandra, habe ihn immer mit großem Stolz erfüllt.

Von seinem reichen Erfahrungsschatz profitierten vor allem seine jüngeren Kollegen: Korczak war hilfsbereit und gab sein Wissen und Können gerne weiter. Darüber hinaus war er sehr belesen. In Polen hatte er im Anschluss an seine Ausbildung ein musikwissenschaftliches Studium absolviert und beschäftigte sich seitdem kontinuierlich mit der Geschichte des Hammerklaviers und den Anfängen des Klavierbaus.


Marek Korczak wurde in der polnischen Stadt Lodz geboren. Bis zuletzt ist er seiner Heimat eng verbunden geblieben. Seine Frau und die drei Kinder waren der Mittelpunkt seines Lebens. Er stand zu seinem christlichen Glauben und seine Grundsätzen, auch wenn sie dem Mainstream widersprachen. Am 28.11. hat er seinen Heimweg angetreten. 



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