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27.08.2022

Warum digitale Tonträger Platzangst auslösen

In Musikbibliotheken wird selten musiziert: Das Foto zeigt das Posaunenensemble der Hochschule in der neuen Bibliothek im Gebäude e.

Vom 13. bis 16. September 2022 treffen sich rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus deutschen Musikbibliotheken in Düsseldorf. Die Hochschule gehört – neben der Zentralbibliothek Düsseldorf – zu den gastgebenden Institutionen. Jonas Lamik, Leiter der Hochschulbibliothek, erklärt im Interview, was seine Gäste bewegt. 

Was beschäftigt die Musikbibliotheken derzeit besonders? 
Alle Musikbibliotheken haben auf die eine oder andere Weise mit der digitalen Transformation zu tun. Die Medien in den Regalen werden gerade in kommunalen Musikbibliotheken weniger, es entstehen Freiflächen. Wie können wir sie sinnvoll nutzen? Das ist eine Herausforderung, der sich alle Bibliotheken stellen müssen. Daher heißt eine Veranstaltung auf unserer Tagung auch „Die große Platzangst – Raumnutzung in der Post-CD-Ära“. Mit Vertreterinnen und Vertretern der Musikindustrie wollen wir außerdem über die Zukunft physischer Tonträger sprechen. Die AG Musikhochschulbibliotheken führt einen Workshop zum Thema Aussonderungskonzepte durch: Welche Bücher und Zeitschriften müssen weichen? Wie können dabei seltene oder einzigartige Bestände gerettet, also digitalisiert, werden? Die AG Rundfunk- und Orchesterbibliotheken spricht ebenfalls über den medialen Wandel. Hier geht es um digitales Aufführungsmaterial.

Welche weiteren Schwerpunkte hat die Tagung?

Beim Eröffnungsplenum stehen lokale Institutionen im Fokus: Sabine Brenner-Wilczek stellt die bedeutenden musikalischen Sammlungen des Heine-Instituts vor. Karsten Lehl präsentiert die phänomenalen Digitalisate unseres Tonträger-Archivs und Marcell Feldberg spricht über das an kuriosen Artefakten reiche Archiv der Forschungsstelle Sepulkralmusik. Nina Sträter erläutert am Donnerstagnachmittag das Forschungsprojekt zum Düsseldorfer Musikverein aus Archivsicht. Darüber hinaus setzen die einzelnen Kommissionen und Arbeitsgemeinschaften eigene Akzente, zum Beispiel zur Zukunft der musikbibliothekarischen Ausbildung oder zu virtuellen Ausstellungen.


Welche Relevanz hat das Treffen für die Hochschule?

Auf der Jahrestagung können wir uns von unserer besten Seite zeigen. Wir sind nicht nur gastfreundliche Hochschule, wir bieten auch künstlerische Exzellenz. Außerdem präsentieren wir eine Hochschulbibliothek auf der Höhe der Zeit - mit Freihandsystematik, modernen Arbeitsplätzen und einer digitalen Ausstattung.

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Der Hintergrund: Die Jahrestagung der Ländergruppe Deutschland der IAML (International Association of Music Libraries, Archives and Documentation Centres) vom 13. bis 16. September 2022 richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Musikbibliotheken, Musikhochschulbibliotheken, Rundfunk- und Orchesterbibliotheken, Musikabteilungen wissenschaftlicher Bibliotheken und Interessierte aus benachbarten Bereichen. Die Tagungsteilnehmer erwartet ein fachspezifisches Rahmenprogramm mit Führungen durch die beiden gastgebenden Bibliotheken, durch die Musiksammlung der Universitäts- und Landesbibliothek sowie durch die Deutsche Oper am Rhein. Dem Besuch eines Konzertes mit Studierenden der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf geht eine Führung durch die Krypta unter dem Partika-Saal der Hochschule voraus. Tagungsprogramm und weitere Infos    



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