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Gesang der Maschinen

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Eingebettet in die Architektur des Opernhauses Wuppertal-Barmen evoziert die Arbeit Gesang der Maschinen der in Köln lebenden Klangkünstlerin Nathalie Brum ein einzigartiges, raumgreifendes Erlebnis. Das Publikum taucht in eine akustische Landschaft aus verborgenen Klängen ein. Maschinen, die bisher im Hintergrund das Bühnenerlebnis einer Oper ermöglichten, erklingen hier als mehrkanalige Rauminstallation. Die von tiefer Bedeutung ergriffenen Strukturen aus Klang, Form, Farbe und Bewegung verweben sich zu einer sinnlichen Erfahrung.

Die Prozesse im Hintergrund der Bühne stehen nun im Vordergrund. Architektin und Klangkünstlerin Nathalie Brum und ihr Team haben ein immersives Raumerlebnis geschaffen, bei dem sowohl Passant*innen, Opernneulinge als auch Stammbesucher*innen der Oper hinter die Kulissen schauen und vor allem hören durften. Eine Stunde lang durften jeweils eine Hand voll Besucher*innen einen Soundwalk durch die Nebenräume des Opernhaus: Betriebshöfe, Technikzentralen, Hinterbühne. Aus den insgesamt zehn Lautsprechern drang innerhalb als auch außerhalb des Gebäudes eine abstrakte Komposition aus Tonaufzeichnungen, die Brum über zwei Jahre gesammelt hatte: Störgeräusche, Maschinenrauschen, Dimmerschränke und vieles mehr. Alles was vermeintlich akustischer Abfall in einem Opernhaus ist wurde hier akustisch auf einen Sockel gestellt.

Visuell unterstützt wurde die Installation von großformatigen Videoprojektionen und Visuals. Die Videoaufnahmen von Alexander Borowoski zeigten die wenige Wochen vor dem Hochwasser im Juli 2021 noch intakten Bühnenmaschinen, während die Opernfassade mit Visuals von Sebastian Wulff und Raphael Zöschinger abstrahierte Animationen von DIN-genormten Symbolen zur Planung von Haustechnikanlagen bespielt wurde. 24 Stunden lang - für Besucher*innen als auch für Passant*innen von weitem in Wuppertal-Barmen sichtbar.

Die Konfrontation von Betriebsgeräuschen und -prozessen mit dem städtischen Alltag in der unmittelbaren Umgebung erzeugen eine neue Öffentlichkeit für die Institution Oper. Wer darf was hören? Wie öffentlich ist die Oper? Wo hört die Bühne auf und wo fängt der Alltag an?


Das Projekt entstand im Rahmen des Masterstudiengangs Klang und Realität am Institut für Musik und Medien der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf und wurde betreut von Prof. Andreas Grimm, Phillip Schulze und Prof. Dr. Heike Sperling.

Gefördert von:
Kunststiftung NRW | Musikfonds / BKM | Kulturbüro Wuppertal

Kooperationspartner:
Institut für Musik und Medien der Robert-Schumann Hochschule Düsseldorf
Oper Wuppertal

Mehr Infos unter:
https://atelierbrum.eu/gesang-der-maschinen

Fotos:
Philip Kistner



Ein spektakulärer Blick hinter die Kulissen der Opernbühne Wuppertal.

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