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Ravel - Boléro

Das im Rahmen der Corona-Epedemie erlassene Kontaktverbot führt zu ungewöhnlichen Musikprojekten. So entstanden ist auch diese Aufnahme von Ravels Boléro, eingespielt von den Essener Philharmonikern und dem Aalto Ballett Essen und zusammengefügt von den IMM-Studierenden Martin Zimny und Benedikt Fuchs.

Das größte Hindernis bei einem Zusammenspiel auf Distanz ist die zeitliche Synchronisation der Musiker. Bei vielen derartigen Produktionen spielen die Musiker mit einem Metronom im richtigen Tempo. Da allerdings dem Boléro von Ravel eine stetig wachsende Dynamik innewohnt, war es uns wichtig, den Musikern auch dahingehend eine Referenz an die Hand zu geben.
 
Deswegen wurde zuerst nur mit dem Schlagwerker des Orchesters ein Guide Track im richtigen Tempo samt Cue-Ansagen der Studierziffern produziert, anhand dem sich die Musiker rhythmisch wie auch dynamisch entlang orientieren konnten. Vor allem für das Tutti-Ende ist es von besonderer Bedeutung, da fast das gesamte Orchester den selben Rhythmus spielt.
 
Nachdem dieser Track an alle Musizierenden der Essener Philharmoniker verschickt wurde, spielten diese ihre Stimmen dazu ein. Sie wurden gebeten, dies in einem gut belichteten und akustisch akzeptablen Raum zu tun, um eine möglichst gute Qualität der Einzelsignale zu erreichen. Wohlgemerkt, jeder Musizierende zeichnete Bild und Ton lediglich mit ihren jeweiligen Smartphones auf!
 
Nachdem Rohschnitt und -mischung fertig war, wurde dieser den Tänzern und Tänzerinnen des Aalto Balletts Essen zur Verfügung gestellt, damit jeder passend zur Musik eine Choreographie entwickeln konnte. Daraufhin entstanden weitere 27 Videos, zusammen mit den Musikern stieg somit die Gesamtzahl der gleichzeitig zu verarbeitenden Videos auf 115.
 
Neben dem Zusammenschnitt der 88 Einzelstimmen und der Synchronisation von Ton und Bild bestand die Herausforderung darin, eine natürliche Durchmischung der Signale zu erreichen, wie sie in einer Konzertsituation ganz von allein passiert. Die unterschiedliche Qualität und Formate der Aufnahmen mussten restauriert und zueinander angepasst werden, in Klang wie auch in der Optik.
 


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