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Magnificat²

Freitag,
6. Februar 2026
19:00 Uhr
Friedenskirche, Florastr. 55b, 40217 Düsseldorf

Magnificat anima mea Dominum (dt. Meine Seele preist den Herrn), singt Maria, nachdem sie von Gott mit dem Unbegreiflichen bedacht wurde, der Empfängnis ihres Sohnes. Ihr Lobgesang, der von dem Glauben zeugt, dass Gott jeden Tag Großes an den Menschen bewirkt, überliefert das Lukas-Evangelium und ist traditionell Teil der Liturgie der christlichen Kirchen. Über Jahrhunderte hinweg hat das Magnificat Komponisten inspiriert. Ein besonderes Meisterstück des Lobgesanges sowie der barocken Vokalkunst ist J. S. Bachs Magnificat (1733). Bach scheint die geistlichen Inhalte musikalisch zu durchdringen und ihnen ein prächtiges und farbiges Klangbild zu verleihen. Mit einer ungewöhnlichen Fünfstimmigkeit des Chores verleiht er den lateinischen Worten eine spürbare Tiefe.

Eine Generation später schreibt sein Sohn Carl Philipp Emanuel Bach sein Magnificat (1779) und damit sein erstes großes geistliches Chorwerk, das sich mit seinen dynamischen Wechseln und der empfindsamen Tonsprache den Weg zur Frühklassik ebnet. Beide Magnificat-Vertonungen lassen aus einem Kern verschiedene Blüten wachsen: barocke Traditionen mit klaren Strukturen und kontrapunktischer Dichte auf der einen und eine aufkommende Empfindsamkeit und affektive Aufladung auf der Anderen, verewigen Marias Lobgesang.

Zwischen den geistlichen Werk, als eine Art Spiegelachse erklingt Arvo Pärts kurzes Stück für Klavier, Bläserquintett, Streichorchester und Perkussion Wenn Bach Bienen gezüchtet hätte, das sich mit J. S. Bachs Musik auseinandersetzt sie in eine neue vom Summen der Bienen inspirierte Klangwelt überführt.

Johann Sebastian Bach (1685-1750) Magnificat in D BWV 243.2 

Arvo Pärt (*1935) Wenn Bach Bienen gezüchtet hätte (Version 2001) für Bläserquintett, Streichorchester, Klavier und Perkussion

Carl Phillip Emanuel Bach (1714-1788) Magnificat in D (Hamburger Fassung 1779)

Der Eintritt ist frei. Eine Kartenreservierung ist vorab leider nicht möglich.



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