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26.06.2026

Wir trauern!

André Sebald 2014 beim internationaler Flötentag der RSH, Foto: Susanne Diesner

Die Robert Schumann Hochschule trauert um Prof. André Sebald

Unsere Hochschule trauert um Prof. André Sebald, der völlig überraschend am letzten Mittwoch, dem 24. Juni 2026, verstarb. Vom 1. Oktober 1993 bis zum 31. März 2023 hatte er eine Flötenklasse an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf geleitet. Er gehörte zu dem kleinen und exklusiven Kreis von Hochschulprofessoren in ganz Deutschland, für die nicht der Standort oder der Ruf der Musikhochschule für die Wahl des Studienorts ausschlaggebend war, sondern ganz allein der Name Prof. André Sebald. 

Er war der Grund, dass es so viele hochtalentierte Flötistinnen und Flötisten nach Düsseldorf zog. Seine künstlerisch-pädagogische Bedeutung für die Ausbildung des Flöten-Nachwuchses hatte eine Strahlkraft, die weit über die Grenzen Deutschlands hinaus reichte. Er war der Grund, dass es so viele hochtalentierte Flötistinnen und Flötisten nach Düsseldorf zog. Seine künstlerisch-pädagogische Bedeutung für die Ausbildung des Flöten-Nachwuchses hatte eine Strahlkraft, die weit über die Grenzen Deutschlands hinaus reichte.

André Sebald  war für viele Generationen von Flötistinnen und Flötisten ein Vorbild. Die große Anzahl von Beileidsbekundungen von Ehemaligen aus aller Welt, die darin beschreiben, wie wichtig der künstlerisch-flötistische und  auch der menschliche Einfluss auf sie war, zeugen von den Qualitäten von Prof. Sebald. Frau Prof.in Evelin Degen und Udo Mertens, die seit Jahren an unserer Hochschule lehren, haben beide in der ersten Generation bei ihm studiert.

Ihm war aber nicht nur der Nachwuchs wichtig, den er zu Soloflötenstellen in Orchestern oder in die Lehre an Musikhochschulen  führte, sondern ganz besonders auch der Nachwuchs, der erst einmal das Bestehen einer Eignungsprüfung für ein künstlerisch und auch künstlerisch-pädagogisches Studium erreichen will. So war er einer der Vordenker und Gestalter für unser Institut Schumann Junior. Sebald hatte immer schon musikalisch hochbegabte Kinder und Jugendliche im Blick mit dem Ziel, junge Talente zu entdecken und sie im Rahmen eines umfassenden Studiums, noch während der Schulzeit, zu fördern. So arbeitete er auch über mehrere Jahrzehnte mit dem Landesjugendorchester NRW, dem Bundesjugendorchester und der Jungen Deutschen Philharmonie zusammen. Auch setzte er sich im Landesmusikrat NRW für Orchesterprojekte ein, um auch jungen Komponist*innen die Möglichkeit zu geben, mit professionellen Orchestern zusammenzuarbeiten, die ihre Werke uraufführten.

Auch das ist ein Beleg dafür, dass es Prof. André Sebald grundsätzlich um alle Belange der musikalischen Bildung und Aufführungspraxis ging und er damit seine ganze Erfahrung dem musikalischen Nachwuchs zur Verfügung gestellt hat. Denn er wusste um die Schwierigkeiten, die Komplexität, aber auch um die Schönheit und Vielseitigkeit des Musikerberufs. Daher sah er die Ausbildung seiner Studierenden, ausgehend vom Unterricht im künstlerischen Hauptfach Flöte, immer auch im Kontext unserer gesellschaftlichen Verantwortung.

In der RSH übernahm er deshalb immer Verantwortung und hatte großen Einfluss auf die Entscheidungsfindung. Das Menschliche stand bei ihm aber über allem. Er hat immer alle einbezogen, pflegte Kontakte und stand im Austausch mit allen Generationen. André Sebald wurde hochgeschätzt, nicht nur von seinen Studierenden, sondern auch als empathischer Kollege. Seine Planung war klug, seine Organisation gewissenhaft. Er war immer ansprechbar, oft streitbar für die Themen, die er mit Überzeugung vertrat, lösungsorientiert und immer neugierig und aufgeschlossen. Auch hier war er in dieser Vielseitigkeit einzigartig.

Die Robert Schumann Hochschule verliert mit  Prof. André Sebald eine wahrhaft legendäre Persönlichkeit!! 

Lieber André, von uns allen DANKE !!



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