Die massive und andauernde Veränderung der Medienlandschaft ist auch nicht spurlos am Klassikangebot des öffentlich-rechtlichen Rundfunks vorbeigegangen. Schon mit dem dualen Rundfunksystem 1984 und in der Konkurrenz mit den an Popularität und Einschaltquoten orientierten privaten Sendern haben sich die Radioprogramme der ARD stark verändert. In den letzten fünfzehn Jahren sind die Medien dann im Zuge der Digitalisierung immer enger zusammengewachsen. So wird Klassik im Radio mittlerweile im Kontext eines crossmedialen Programm- und Nutzungsszenarios geplant. Damit einher geht ein Perspektivwechsel der Programmmacher sowie eine Neustrukturierung und Neubewertung der Ausspielwege.
Meret Forster arbeitet seit den späten 1990er Jahren in verschiedenen Funktionen für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und hat diese Entwicklungen aus nächster Nähe verfolgt. Im Rahmen des Seminars diskutiert sie mit uns die Veränderungen der Medienlandschaft und gibt zugleich konkrete Einblicke in die aktuelle Arbeit einer Redaktion bei BR Klassik, die mittlerweile nicht nur ein 24stündiges Klassikangebot im Radio gestaltet, sondern auch zielgruppenspezifische Formate konzipiert.
Veranstaltungsort: e_Gebäude, Georg-Glock-Str. 19, Raum e_1.14.
