Joseph Haydn komponierte über 100 Sinfonien: Erst am Hof der Fürsten von Esterházy, später freischaffend in London die sogenannten „Londoner Sinfonien“. Die zweite Londoner Sinfonie in B-Dur vereint wesentliche Wesenszüge des geselligen Komponisten selbst: Sie ist originell, progressiv und vor allem humorvoll mit einem spritzigen Finale.
Béla Bartók schuf 1939 in einer für den Komponisten selten gelösten Zeit das Divertimento für Streichorchester innerhalb von nur zwei Wochen in der Schweizer Sommerfrische. Es sollte sein letztes in Europa uraufgeführtes Werk werden – Bartók emigrierte wenig später in die USA. Als einer der wichtigsten Repräsentanten der modernen Musik erweist sich Bartok bei diesem Referenzstück für Streichorchester als Kenner der klassischen Formen sowie als Experte für die ungarische Volkmusik.
Eine Volkstümlichkeit der anderen Art bietet das Cellokonzert des exzentrischen Pianisten und Komponisten Friedrich Gulda: von alpenländischer Idylle bis Funk und Rock, Marschmusik und höfischem Tanz geht es durch verschiedene Musikstile. Für Solo-Violine und Blasorchester von Prof. Andrej Bielow arrangiert, erklingt das Konzert mit ihm als Solisten. Uraufgeführt wurde diese besondere Fassung 2016 beim Stellenbosch International Chamber Music Festival.
Joseph Haydn (1732-1809) Sinfonie B-Dur Hob. I: 102
Béla Bartók (1881-1945) Divertimento für Streichorchester Sz 113
Friedrich Gulda (1930-2000) Konzert für Violoncello und Blasorchester
(Fassung für Violine und Blasorchester, arrangiert von Prof. Andrej Bielow)
Prof. Andrej Bielow, Violine
Prof. Rüdiger Bohn, Leitung

