Der Wettbewerb für musikpädagogische Fachaufsätze und Unterrichtsentwürfe findet im Rahmen des Nationalen Kongresses für Musikpädagogik in China statt. Veranstaltet wird er gemeinsam vom Renmin Music Publishing House, der China Musical Instrument Association und der Fachzeitschrift „Chinese Music Education“. Im Jahr 2026 wurden zum Wettbewerb 6.100 Arbeiten eingereicht.
In seinem Beitrag untersucht Zhou ausgehend von Überlegungen des Musikpädagogen Michael Dartsch drei Perspektiven auf die Begründung musikalischer Bildung: psychische Bedürfnisse, außermusikalische Wirkungen und den Eigenwert musikalischer Aktivitäten. Dabei stellt er die Frage, wie der theoretisch anerkannte Wert musikalischer Bildung auch in der pädagogischen Praxis erfahrbar werden kann.
Mit Blick auf den chinesischen Bildungskontext setzt sich Zhou kritisch mit einer vorwiegend nutzen- und ergebnisorientierten Sicht auf musikalisches Lernen auseinander. Er diskutiert, wie Unterricht, Teilhabe-Möglichkeiten und Bewertung gestaltet werden können, um unterschiedliche Wertperspektiven in konkreten musikalischen Lernerfahrungen zu verwirklichen. Damit verbindet der Aufsatz musikpädagogische Positionen aus Deutschland mit aktuellen Fragen musikalischer Bildung in China.
Wir gratulieren Zijang Zhou herzlich zu dieser Auszeichnung!
