Wer war Dora Pejačević? Die Komponistin der ersten in Kroatien entstandenen Symphonie – aber noch viel mehr als das: Pianistin, Geigerin, weltgewandte Künstlerin und Adlige, und überdies kroatische Nationalheldin mit ungarischen Wurzeln und einer engen Verbindung zu Deutschland. 1885 in Budapest geboren, wuchs sie auf Schloss Našice im Osten Kroatiens auf. Später verbrachte sie prägende Jahre in Dresden, wo auch ihr heute präsentiertes Klaviertrio entstand, und in München, wo sie 1923 mit nur 38 Jahren im Wochenbett verstarb. Sie hinterließ einen vielseitigen Werkkatalog mit Orchesterwerken, Klaviermusik und Liedern sowie einigen großformatigen Kammermusiken für Streichinstrumente und Klavier, die auch im Zentrum eines Werkanalyse-Seminars an der RSH Düsseldorf stehen. Das viersätzige Klaviertrio C-Dur op. 29 ist eines ihrer meistgespielten Werke; die Pejačević-Forscherin Koraljka Kos bezeichnete es als Beispiel eines »reifen, ausgeformten Kammermusikstils« und hob auch seinen »Klangreichtum und Intensität des Ausdrucks« hervor. Im Lecture Recital wird dieses spannende Werk vorgestellt, von Musiker*innen der RSH dargeboten sowie musikhistorisch und analytisch erschlossen.
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